das Knicklicht

DIES IST MEIN ERSTER BEITRAG ZUR #BlogParade. bzw. DEM PROJEKT #DreiWortStory. ICH HATTE 3 WÖRTER VORGEGEBEN BEKOMMEN. AUFGRUND VON AUSGRÜNDEN, MUß ICH MEINEN BEITRAG IN ZWEI BILDER TEILEN. HIER DAS BILD NUMMER 1:

Zu den wichtigsten Problemen der internationalen Frauenbewegung und den Kampf für Frauenrechte gehört es zu allervörderst, daß sich Frauen schon sexuell übergriffig mißbrauchsnah behandelt fühlen, wenn ein Mann sie auch nur von weitem anlächelt. So ist das zumindest auf twitter.
Da twitter aber nichts mit der realen Welt zu tun hat, kommen wir zu etwas handfesterem:

In den landschaftlich schönen Ländern des Balkans, irgendwo zwischen Transnistrien (ein Land, das besser nicht von Transmenschen betreten werden sollte) und der griechischen Grenze, zwischen Klagenfurt und Tirana gibt es sie noch: die Garagenkeller.
Wo 12,13 14 jährige Mädchen auf schimmeligen Matratzen von „professionellen Stechern“ „eingeritten“ werden, d.h. sie werden durch sexualisierte Gewalt und Mißbrauch gefügig gemacht, um sie dann in westeuropäischen Menschenhändlerringen dem (Edel- und Sonderwunsch-) Prostitutionsgewerbe zuzuführen.
So auch in einem speziellen Fall, einem verschlafenen Nest namens Târfă. Hier hatten einst die Kommunisten in den 50er Jahren in speziellen Gefängnissen politische Oppositionelle so lange psychisch gefoltert, bis die Gefangenen sich gegenseitig bei der Geheimpolizei denunzierten, den Kommunismus priesen und ihre eigene Exkremente aßen. Hier hatte Ceaușescu eines seiner Waisenhäuser, in dem viele unschuldige verwahrloste Kinder bei völliger Dunkelheit in ihrem eigenen Kot und Erbrochenen sitzend ein nichtmal tierwürdiges Dasein fristen mußten.
Und hier wurden und werden immer noch, jetzt 2020, minderjährige Mädchen „einegritten“. Mißbraucht und gefügig gemacht.

Wenn in Westdeutschland oder Frankreich, in Großbritannien oder den Vereinigten Staaten, ein Millionär eine 12jährige vögeln will, dann tut er das. Er kann sich das Fickzeug im Internet bestellen – und bekommt es auch nach maximal zwei Wochen Wartezeit geliefert.
Es sind nicht nur Millionäre, es sind Staatssekretäre, Vorstandschefs, die sowas tun. Männer, für die Edelprostituierte wie Ophelia, Remi oder MarieMoreau bloße nette Zwischendurchficks sind. Und auch nur, wenn man sich dazu herabläßt. Was wirklich in den Wochenendbungalows der reichen Männer Westeuropas und Nordamerikas vorsichgeht, davon können gewöhnliche Kit-Kat-Club-Besucher nur feucht träumen. Und alle anderen nachgeordneten, dh. sexpositiven, feministischen, bdsm-angehauchten deutschen Twitteraccounts können sich das nicht mal ansatzweise vorstellen.

Nun steht es außer Frage, daß hier Unrecht geschieht. Unrecht an jungen Frauen und Mädchen. Was ist also zu tun? Die Polizei rufen? Etwa die Polizei eines solchen Balkanstaates? Der örtliche Polizeichef riecht nicht nur nach Wodka und Knoblauch: Er ist auch der Bruder des Besitzers der Kellergarage von Târfă.
Europol? – also bitte! Es soll ja auch mal was getan werden, nicht nur gut gemeint.
Interpol? – Trotz Gelegenheitstreffern gegen das internationale organisierte Verbrechen: aber bitte… solch eine Kragenweite ist illusorisch. Die zuständigen Staatssekretäre sind im übrigen in der Kundenkartei.

Nun ist es aber mal so, daß es im Lande des Chefs, wie in jedem anderen souveränen Land auch, eine eigene Armee gibt. Mit ihren Teilstreitkräften. Heer, Marine und Luftwaffe.
Und es gibt Länder, in denen gibt es noch eine vierte, zB die Nationalgarde. Im Lande des Chefs ist das das „Waffen-ZA„.
Bevor Sie sich erschrecken: 1. ja ich weiß wonach das klingt. aber 2. ist eine politisch-inhaltliche Nähe aus der Natur der Sache heraus unwahrscheinlich.
Das ZA ist eine Organisation ausschließlich von und für Frauen. Homo- und bisexuelle junge Frauen. Sehr karitativ, mit Frauenhäusern, Bildungseinrichtungen, Schulen und Krankenhäusern.

Aber es gibt da eben auch diese sehr, sehr kleine Eliteeinheit, das „Waffen-ZA“. Explizit junge homo- oder wenigstens bisexuelle Frauen, die sich freiwillig zum Dienst an der Waffe gemeldet haben – um unterdrückten Frauen auf der ganzen Welt zu helfen.
Ausrüstung, Bewaffnung und Drill sind allerdings sooo preußisch-doitsch, daß der unbedarfte Betrachter verzweifelt auf den Guido-Knopp-Knopf drücken möchte. Exerziert wird im Stechschritt, die Uniformen sind feldgrau mit Stehkragen, die Kragenspiegel schwarz mit doppeltem silbernen Venuszeichen (ein paar faschistoide Anleihen nimmt man sich doch) – erst seit neuestem sind die Schulterlitzen regenbogenfarben.

Auch die Ausbildung ist hart und brutal: Alles, was man körperlich einem jungen Menschen abverlangen kann, wird ihnen abverlangt. Normalerweise bringen Frauen 70% der Körperleistung einer vergleichbaren Männergruppe.
Das Waffen-ZA ist stolz auf seine 83% Vergleichsleistung. Die Nahkampf-, Überlebens- und sonstigen Trainings orientieren sich nicht an Luschenvereinen wie den Navy-Seals oder der Bundeswehr. Nein, diese Mädchen im Alter von 17-27 Jahren, robben nach Methoden der franzöischen Fremdenlegion, der Waffen-SS und der israelischen Armee durch den Schlamm, springen über Stacheldraht, graben sich ein, verschmelzen mit dem Wald.
Meist aus schwierigen Familienverhältnissen (saufende Mutter oder grabschender Vater oder saufend+grabschender Onkel etc.) stammend, und wie leider immer noch viel zu viel üblich, unsicher über das anerkennen, selbstfinden und ausleben der eigenen sexuellen Orientierung, finden diese jungen Frauen im ZA (und besonders im Waffen-ZA) ihre Heimat. Ihre „Gruppe“, der sie sich zugehörig fühlen.
Die bereits verstorbene Gründerin des ZA, Sally o’Connor, hatte das dem ZA so ins Stammbuch geschrieben – und auch die derzeitige „Oberlesbe-ZA“ (ja, wie Reichsführer-SS), Johanna deClerk änderte nichts daran. Es gab einen Korpsgeist, auf den sie eingeschworen wurden: Von der einfachen Kampflesbe, über die Schwester, Großschwester, Oberschwester bishin rauf zur Oberlesbe.
Nun wäre es aber falsch anzunehmen, das „Waffen-ZA“ als „den bewaffneten Arm der LGBTQ+ Bewegung“ zu bezeichnen: „Und wenn tausend Schwule und Transen wehklagend am Wegesrand liegen, die Kolonne des ZA marschiert unbeirrt weiter voran für die lesbische Weltrevolution!“ – so ein Ausspruch, über deren Urheberin sich der wohlwollende Mantel des Schweigens hüllt.
Ebenso das Bekenntnis „Das ZA fürchtet Gott- sonst nichts auf der Welt!“ ist in Verbindung mit der Tatsache, daß innerhalb des ZA Frauen sogar nach kirchlich-katholischem Ritus heiraten dürfen (Hierfür hat der Chef ein eigenes Konkordat zwischen ihm und dem heiligen Stuhl ausgehandelt!) und der Aussicht auf Hinterbliebenenpension der Lebenspartnerin („Ehefrau“), Dienstdildo und voller Lohnfortzahlung im Vollrauschfall wenig geeignet, das „Zentralamt für Missionierung und Bekehrung zur lesbischen Liebe“ -kurz „ZA“- zu einem sympathischen Verein zu machen.

Aber dieses Land hat nun mal dieses Instrument einer besonderen Spezialeinheit. Tja nun.
Mehrere hundert Kilometer nordwestlich des Balkans: Es ist Anfang September. Der erste Herbststurm weht pfeifend durch die Tannenwipfel eines recht deutsch wirkenden Mittelgebirges.
Es ist 5:30 Uhr morgens: Ein Trupp von 47 Kampflesben, geführt von zwei Schwestern und einer Oberschwester ist völlig übernächtigt – und trotzdem voller Endorphine: Sie haben die Ausbildung endlich hinter sich! Der Drill ist vorbei! Nie wieder stundenlang im Stechschritt über den Kasernenhof, nie wieder sinnloses aufspringen, hinlegen, rennen, hinlegen, aufspringen -nachts und unter Wasser. Vorgestern sind sie aus 5000m Höhe aus einem Flugzeug gesprungen, hatten 50km zu Fuß zurückgelegt, auf dem Bauch robbend, waren durch eiskalte Bäche geschwommen, hatten biwakiert, lieber das Moos aus der medizinischen Grundausbildung gegen die Regelblutung benutzt, als das vorgeschriebene höchst fragwürdige Diensttampon aus kratzigem Zellstoff der Marke „Aurora“, das mehr Blutungen verursachte, als das es sie aufsog: Es war nun alles scheiß egal. Sie hatten es fast geschafft.
Die 26jährige Oberschwester, die die „Ausbildungskompanie Nr.2“ kommandierte, schrie ein letztes Mal mit kratziger Stimme: „Aaaaabteilung stillgestanden!
Müde Gesichter, schwarz von Ruß, Lehm und Tarnfarbe, drehten sich um. Koppelschlösser mit der Aufschrift „Sappho mit uns!“ wurden ein letztes Mal gerichtet. Das FG42 ein letztes Mal gesichert und geschultert.
Wenn ich sage stillgestanden, dann steht ihr stramm und preßt die Fotze zusammen, das ein 5-Markstück die Prägung verliert, ist das klar?!
Jawohl Frau Oberschwester!“ krächzte es aus 45 heiseren Mädchenkehlen zurück.
Iiiin Marschformation: Aaabteilung Marsch!
Die beiden Schwestern bellten ihre Züge an, wie Schäferhunde, die ihre Herde zusammenhalten.
Und dann ging es auf die letzten 7 Kilometer ihrer Ausbildung: Einfacher Marsch durch den frühen Herbstmorgen. Im Dunkeln. Im Sturmesrauschen, das durch die Tannenspitzen pfiff.
Die Luft war ungewöhnlich drückend warm, als sie sich über das Kopfsteinpflaster der Landstraße in Bewegung setzten.
Schon in einer Woche stand für manche Mädchen der „Ausbildungskompanie Nr.2“ der erste echte, wirkliche Einsatz an:

Sie sollten mit dem Fallschirm über einer Stadt auf dem Balkan abspringen, und minderjährige Mädchen aus der Gewalt ihrer Peiniger befreien. Wenn es sein mußte, mit Waffengewalt.
Doch das wußten sie jetzt noch nicht.
Jetzt dachten sie nur daran, das es nur noch sieben Kilometer bis zum Ende waren. Sieben Kilometer, in denen die Blasen an den Füßen icht mehr weh taten, in denen die Sport-BHs unter der Uniform auch nicht mehr drückten… einfach nur noch sieben Kilometer – und dann ins Bett fallen, sich besaufen. Und die Oberlesbe-ZA, den Chef, den Papst oder Gott und wen zur fickenden Hölle auch immer „einfach nen guten Mann sein lassen“. Alles, was jetzt zählte, war das Divisionsbesäufnis und die anstehenden Beförderungen. Und einfach nur ein Bett, in das man sich fallen lassen konnte.

Die Oberschwester hatte noch einen letzten motivierenden Einfall: „Eiin Liiieeed!
Und zum letzten Mal, endorphingeschwängert, voll mit Pervitin und und Selbstbewußtsein sangen sie mit heiseren Mädchenstimmchen ihr Lied:

Ja wer marschiert /
in Männerland /
und singt ein Teufelslied?
Ein Mädel steht am Rheinesstrand /
und leise summt sie mit /
Wir scheißen auf unten und oben /
Und uns kann die ganze Welt /
Verfluchen oder auch loben /
Grad wie es ihr wohl gefällt /

Wo wir sind / da ist immer vorne /
Und der Teufel / der lacht noch dazu /
ha ha hahaha /
Wir kämpfen für Sappho / den Frauen zur Wehre /
die Männer komm’n nicht mehr zur Ruh‘ /

Da es noch dunkel war, trug die Erste in der Marschkolonne ein grünes, und die Letzte der Marschkolonne – zur Kenntlichmachung der Kolonne gegen den Straßenverkehr ein rotes KNICKLICHT.

Teilnehmer der Blogparade:

01.10.2020 https://training-of-o.de/blog/2020/10/01/strandkorb-t-rex-catnails-dreiwortstory-blogparade-for-provokrokant/

04.10.2020 https://senior525.wordpress.com/2020/10/06/das-knicklicht/

10.10.2020 https://bdsmkettensklave.wordpress.com/

13.10.2020 https://provokrokant.wordpress.com/

15.10.2020 https://sofiesgeheimewelt.wordpress.com/

16.10.2020 https://www.sarah-blume.de/2020/10/16/erdbeermarmelade-ropemarks-schwimmbad-dreiwortstory-blogparade-for-positivchen/

#Blogparade

6 Gedanken zu “das Knicklicht

  1. Pingback: Strandkorb, T-Rex, Catnails #DreiWortStory #Blogparade for @provokrokant – The Training of O

  2. Pingback: Blockadeparade | senior525's Blog

  3. Pingback: #Blogparade, die erste – SM BDSM Kettensklave Michel

  4. Pingback: Eiszeit, Fehlersuche, Cuckold #DreiWortStory #Blogparade für @eheherrin | Provokrokant

  5. Pingback: Postkutsche, Weiblichkeit und Meersalz #DreiWortStory #Blogparade – Sofies Geheime Welt

  6. Pingback: Erdbeermarmelade, Ropemarks, Schwimmbad #DreiWortStory #Blogparade for @Positivchen – Sarah Blume

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