Gedanken zur #ntl

Ich bin von der wunderbaren @lust_und_liebe (ihr Blog) (ihr twitter)gebeten worden, einen Beitrag zu ihrem Adventskalenderblog 2015 beizusteuern – grobes Richtungs-Thema: Erotik.

Und obwohl ich über das Thema, aber nichts inhaltlich schlüpfriges geschrieben hatte, bekam ich den Ehrenplatz des „1. Türchens“. Nun ist der Advent 2015 ja schon was her, aber ich las meinen Eintrag neulich nochmal – und dachte, er würde sich hier ebenfalls gut machen- da er nur bedingt jahreszeitgebunden ist.

„…

Erstes Türchen – Erste Privatsession

Die erste Privatsession stammt von jemandem, der mir persönlich dieses Jahr gezeigt hat, was menschliche Größe bedeutet und genau aus diesem Grund freue ich mich, ihn hier und heute als Ersten hinter meiner Ladentheke begrüßen zu dürfen. Deine Bühne, liebster Martin Mundorf.

einen erotischen Post möchte sie haben…
nun, ich werde dem versuchen gerecht zu werden, wenngleich auch etwas philosopscher Natur.

Auf twitter läßt manch einer gewissen Hüllen fallen, innerliche wie äußerliche.
Auf twitter entstehen Emotionen – hoch oben im Kopf und tief unter der Gürtellinie.
Und die Frauen sind keinen Deut besser als die Männer.
Allzu schnell werden aus Lust und Liebe denn auch Frust und Hiebe – doch wer twitter kennt,
der weiß, dass aus letzteren sehr wohl das erstere werden kann. Anders sind die
unzähligen schwarz-weiß Bilder mit Seilen, Ketten und Halsbändern nicht zu erklären.
Meist gepostet von den braven, anständigen Familienmüttern, die Frühmorgens nach „#Kaffee“ schreien,
ihre Kinder in den Kindergarten bringen und sich dem alltäglichen #Mimimi hingeben. Bis dann Abends,
ab 21-22 Uhr die #Lust um sich greift. Dann zeigt sich die andere Seite unseres Daseins, das
im Dunkel der nächtlichen #22Uhrnonmention gefangene Verlangen nach menschlicher Nähe und körperlicher Hitze.
Es gibt Männer, die meinen eine unaufgeforderte Penispräsentation per DM könnte diese Bedürfnisse erfüllen.
Nein, ganz so einfach ist es dann nicht.
Dieses twitter in der Nacht, diese eigenartige Stimmung aus müde sein, aber relativ anonym seinen
Sehnsüchten nachgehen und nicht alleine sein zu wollen verlangt mehr.
Es sind die Worte, die „unser Hirn ficken“.
-„Männerhemden sollten öfter nach Frau riechen, wie Frauenpullis öfter nach Mann riechen sollten.“
-„Wir sollten zusammen kochen!“ -„Ich mache Marzipan für dich!“ So in etwa könnte es anfangen.
Und wenn man dann jemandem nahe gekommen ist, sind es die Worte, die uns verbinden.
Erst die Seelen, dann die Körper.
Und dann die Augen, und dann die Handgelenke.
Es sind die Worte, die uns twitterer ausmachen. Nicht der Penis-Avatar.
Die Badewannenbilder im Winter und nackte Füße im Sommer sollen Kopfkino genug sein
um unsere Phantasie anzuregen.

Natürlich gibt es auch Männer, die sich mit Anzug und Krawatte mit #Fahrstuhlselfie s nicht ganz so
billig vermarkten. Seien sie nun Lehnsherren, selbsternannte Sexualraubtiere oder eben große Chefs.
Das ist natürlich genauso Show, wie die Frau, die „mein Verlangen nach DIR“ schreibt, und die gefesselte Sub
gepeitscht vom Anzug-Mann darunter als Bild postet.
Verurteile ich das? Nö. Ich bestimmt nicht. Natürlich könnten wir auch über Fußball, Politik oder das Wetter twittern.
Aber dann würde uns doch genau das in unserer virtuellen „guten Stube“ fehlen, was wir außerhalb des Reallife doch sehr
brauchen. Siehe oben.

Ostern hat Passionsspiele, aber angesichts des Advents sind Games of Passion nicht verboten, liebe Leute!
Genießt den großartigen Swingerclub der Gedanken. Subs, seid euren Herren gute Subs, Herren, seid euren Subs gute Herren.
Und wenn die Welle des Jahreswechsel die 50 grauen Schatten aus den Mainstreamköpfen gespült hat, dann halt denjenigen,
die übrig bleiben: ein frohes Blümchenpflücken.
Das wird das nächste große Ding, ihr werdet sehen.

Wir können Bilder in unseren Köpfen malen. Mit unseren Worten.
Und genau das sollten wir auch weiter tun.

…“

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