Die Kink-Aufsichtsbehörde

(dpa)(Reuters)(rhpa)

Hauptstadt. Nachdem es in den letzten Wochen und Monaten in den sozialen Netz- und Hetzwerken immer wieder zu grob fahrlässiger Verbreitung von Un- und Dummfug bezüglich BDSM, kinks, Übrgriffigkeit und Feminismus gekommen ist, zieht die Regierung nun die Notbremse:

Zum 14. Juli nimmt die neu gebildete Kink-Aufsichtsbehörde in ihrem eigens errichteten neuen Dienstgebäude am Gräfenbergplatz/Ecke Wartenbergstraße ihre Arbeit auf. Ab diesem Stichtag entscheidet alleine die Kink-Aufsichtsbehörde, was im BDSM-Bereich angemessen oder verboten, übergriffig oder erlaubt ist. Bislang werden entsprechende Urteile von oft nicht qualifizierten und/oder ahnungsfernen Privatpersonen (Blogger, Gurus, Podcastern, Aktivisten) ausgesprochen. Dies sorgte in der Vergangenheit immer wieder für Empörung un Unverständnis in der Szene. Künftig haben einzig die Entscheidungen der Behörde Gültigkeit, sie werden nicht angefochten werden können, und sind nur durch einen päpstlichen Dispens oder ein Veto des Chef zu revidieren.

Grundlage für die Arbeit der Kink-Aufsichtsbehörde ist zum einen das Schlampenschutzgesetz (SchlSchG, 2004) zur Förderung der selbstbewußt fickenden Frau (§147, Abs.2-5), sowie das Jungefrauenförderungsgetz nach Maßgaben des ZA (JffGZA, 2001) zur Wiederaufrichtung gefallener Mädchen (§35, §37 und §38a), sowie das Bildungsgesetz zur Verhinderung der Verbreitung von Dummschwätzerei (BGVVD, 1990, 1998, 2009-14) zur Haltsmaulhaltung-sonst-explodiert-hier-gleich-was (§2, §3a,b und §5).

Auf unsere Frage an die kommissarische Leiterin der Behörde, Ministerialdirigentin Gräfin Daniela-Ghislaine Freiin von Geiselhardt-diMarci (Oberschwester i. Waffen-ZA d.Res., EK II, MdR, Anm. d.R.), warum nicht das „güldene Buch des BDSM“ als Grundlage für die Arbeit der künftigen Kink-Aufsichtsbehörde herangezogen wurde:

Zum einen steht in diesem Buch bekanntermaßen sehr viel Unsinn, zum anderen schreiben wir den Leuten nicht vor, was sie tun sollen, wir überwachen lediglich die Einhaltung der vernunftbezogenen Regeln und schlichten Streitfragen mit behördlichen Bescheiden. Bubble-Battles wie in der letzten Zeit auf twitter, werden damit künftig der Vergangenheit angehören.

Frau von Geiselhardt-diMarci, wem wird die Arbeit der Kink-Aufsichtsbehörde am ehesten nützen?

Im Vordergrund stehen alle traurigen, verheirateten, berufstätigen Mütter bzw. Frauen – die endlich, endlich mal hart rangenommen werden wollen, aber durch das hochtrabende Luxus-Muschi-Gehabe von selbst ernannten Aktivistinnen derartig eingeschüchtert sind, das sie sich in ihr unglückliches unterspanktes Dasein zurück ziehen. Es kann einfach nicht sein, das solche Frauen von diesen Aktivistinnen erweckt und wachgeküßt werden, und dann durch suboptimale Spieldates mit unterqualifizierten Doms in fragwürdigen Hotelzimmern entmutigt, sich wieder in ihre Aramsamsam-Home-Schooling-Schneckenhäuser zurückziehen. Diesen Frauen wollen wir helfen. Daher werden wir an diesen beiden Punkten, den falschen Propheten, wie auch den ungeeigneten Doms, ansetzen.

Mit welchen Instrumenten wird die Kink-Aufsichtsbehörde arbeiten?

Wir werden neben den Kontrollen des gesetzlichen Mindestspankings, der vollen Kuschelfortzahlung im Absturzfall auch die Kontrolle, Ausstellung und Entziehung der Dominanz-Lizenz übernehmen, da sich zur Zeit leider viel zu viele Menschen beiderlei Geschlechts zum „Dom“ bzw. „Dommse“ sein berufen fühlen, die selbst unser Chef, selbst an eineim schlechten Tag, zum Frühstück essen würde. Ganz wichtig ist aber, das wir rechtsverbindliche Grundsatzentscheidungen werden treffen können, zB zum Thema „Übergriffigkeit“. Da werden teilweise von Menschen Sachen in die Welt gesetzt, die in letzter Konsequenz dem BDSM nur abträglich sind, weil sie junge und/oder unerfahrene Menschen fehl und irreleiten.

Können Sie darauf etwas näher eingehen, gnädige Frau?

Im vorliegenden Fall handelt es sich noch um ein laufendes Verfahren, zu dem ich mich derzeit noch nicht äußern kann. Allerdings kann ich es so grob umschreiben: BDSM ohne Übergriffigkeiten, ist, als ob man in der Formel 1 nur noch mit Elektroautos führe. Das ist dann aber keine Formel 1 mehr, sondern die Formel E. Also langweilig.

Kein BDSM mehr?

Richtig. Gerade im Bereich des D/s: BDSM ohne Übergriffigkeit, Krieg ohne Munition, Bier ohne Alkohol: man braucht gar nicht erst anzufangen. Wer etwas anderes behauptet, wird in Zukunft mit dem eigens ausgearbeiteten neuen Strafenkatalog in Berührung kommen, oder zumindest eine Nachschulung durchlaufen müssen.

Was wollen Sie verhindern?

Es kann zB. nicht sein, daß unqualifizierte Männer, oder aber Frauen, die noch nie ein Kind zur Welt gebracht haben, anderen Frauen, die Mütter sind, irgendetwas über Schmerzen erzählen wollen. Ich selbst hatte eine Totgeburt. Wer körperliche oder seelische Schmerzen nicht kennt, soll sich diesbezüglich nicht zum Lehrer über andere aufschwingen. Genausowenig kann es sein, das den Frauen, die sich nach einem Mann sehnen, der sich nimmt, was er will, erzählt wird, sie seien Opfer eines Übergriffs – und sich dadurch verunsichert fühlen. Es gibt sie, diese Frauen, hundertfach, tausendfach. Und es kann nicht sein, das dominante Männer a priori zu bösen Cis-Predatoren erklärt werden, weil sie die Schlampe aufs Bett drücken, im Nacken packen und in den Arsch ficken bis es qualmt. Wenn die selbstbewußte Frau und Schlampe das möchte, ist das kein mißbräuchlicher Übergriff, sondern einvernehmliches Ficken. Und für diese Leute werden wir da sein, und kämpfen.

Wie wird ihre Arbeit in Zukunft aussehen?

Wir werden Urteile fällen, die unumstößlich sind. Wir werden dominanten Menschen auf die Finger sehen, wir werden submissiven Menschen Hilfe geben – aber auch beide in ihre Schranken weisen, wenn sie wider die Vernunft und den gesunden Menschenverstand Unsinn schwafeln, und damit weite, unterspankte Menschen in innere Unsicherheit und Verwirrung bringen.

Wir bedanken uns bei der Ministerialdirigentin Gräfin Daniela-Ghislaine Freiin von Geiselhardt-diMarci für diese Ausführungen. Die Kink-Aufsichtsbehörde wird einen vorläufigen Personalbestand von 147 hauptamtlichen verbeamteten Mitarbeitern haben (zu einem Drittel abkommandiert von der Rechtsabteilung des ZA), und zunächst ein mobiles para-Tactikon (Sondereinsatzkommando) von 50 Mann zur Verfügung haben.

Blog-Interview durch neediesBlog

Die liebe needie hat auf ihrem Blog ein paar Fragen an interessierte gerichtet, die ich gerne für sie beantworten möchte 🙂 Die Fragen sind ihre, die Antworten meine.

Hier kommen die Fragen

1. Dein Twittername (falls vorhanden). Bitte nur angeben, wenn ihr ihn veröffentlicht haben wollt

  • @ChefleGrand // @derMannvomFluss

2. Deine Neigung (Dominant, Submessiv, Switcher, devot, masochistisch, sadistisch. Gerne auch weitere Punkte)

  • Ich bin sadistisch-dominant. Trotz das gerade in der Szene „switch“ in zu sein scheint, verspüre ich immer noch keine devot-masochistischen Neigungen.

3. Aktueller Beziehungsstatus (Single, Spielbeziehung, D/S, Poly, verheiratet..)

  • Ich bin derzeit alleinstehend.

4. Wann wurde dir klar, daß du diese Neigung hast? Oder bist du dir nicht sicher, daß du sie hast?

  • 2014, im Januar/Februar. Sicher bin ich mir schon, nur habe ich diese Neigung nicht immer rund um die Uhr.

5. Hast du schon Erfahrung gemacht? Oder bist du unsicher /hast Angst?

  • Oh ja! Unsicherheit habe ich jedesmal wieder. Bis es losgeht. Dann nicht mehr. Sobald der erste Augenkontakt, die erste Berührung geschehen ist.

6. Hast du Vanilla Beziehungen gehabt?

  • ja natürlich. Das waren zT. auch schöne, gute Beziehungen.

7. Was ist dein ganz spezieller kink? Der dich sofort feucht /hart werden lässt?

  • Das ist von Spielpartnerin zu Spielpartnerin unterschiedlich- je nachdem auf welcher Art von gemeinsamer Kopfkinowelle man reitet. Grundsätzlich würde ich aber sagen: „Selbstbewußter Masochismus.“

8. Würdest du dich auf Wunsch piercen/ tätowieren lassen? Würdest du es von Sub /Sklavin erwarten?

  • Nein. Jeder Mensch sollte in seiner äußeren Erscheinung selbstbestimmt sein, was dauerhafte Merkmale angeht.

9. Hast du schon schlechte Erfahrungen gemacht?

  • Nicht viele, jottseidank. Und auch die eher im „Vorfeld“, nicht im Spiel selbst. Wenn man sein Gegenüber mit Anstand, Würde und Respekt behandelt, dann minimiert das schon von vorneherein die Möglichkeiten für schlechte Erfahrungen.

10. Gibt es Dinge, die sich geändert haben? Also was Tabu war, würdest du jetzt tun.

  • Ich hatte Respekt vor „fest an die Kehle packen“, so komisch das klingen mag. Aber nach guten Erfahrungen (übrigens nicht im bdsm-Kontext im engeren Sinne!) traue ich mir das nun zu.

11. Was wären Dinge, die du niemals tun würdest.

  • Mit Messern am Hals hantieren, Haken oder Nägel durch Brüste schlagen oder stechen, Atemkontrolle mit Plastiktüten. Das ist mir einfach zu gefährlich und zu körperverletzend.

12. Wie sehr unterscheidet sich dein Kopfkino von der Realität?

  • Manchmal meilenweit, manchmal gar nicht so sehr. Es kommt halt auf den Inhalt des Kopfkinos und die betreffende Person an. Wenn das Kopfkino nicht personenspezifisch ist, dann kann das natürlich sehr surreal sein.

13. Wie wichtig sind dir Symbole?

  • Symbole sind mir bedingt wichtig. Ich brauche sie nicht, um mich selbst damit zu identifizieren. Wenn ich sie nutze, dann aus meiner Überzeugung/Neigung heraus.

JoyClub – Vorstellung,

Sehr geehrte Damen (und Herren…)

Wie Sie sicherlich selbst wissen, befinden wir uns hier auf JoyClub – eine Seite, auf der man erstmal seine mehr oder wenige vorhandenen Sexualpräferenzen darlegen muß. Also ist es müßig, im eigenen Profil lang und breit zu beschreiben, wie der/die“ideale Partner/in“ auszusehen hat. Niemand ist perfekt.
Auch ich nicht. Als 1,74m großer Raucher falle ich eh schon durch so manches Raster – hoffentlich auch durch das derjenigen, bei denen ein Mann mindestens 1,80 groß sein muß. Ein Mann muß gar nichts. Frau übrigens auch nicht. Ich könnte mir auch eine „Traumfrau“ gedanklich zusammenbasteln – die aber hier finden zu wollen, wäre dann doch etwas vermessen.
Die „Chemie“ muß stimmen, die Wellenlänge. Nicht die Körbchengröße oder Penislänge. (Beides gibt es im Idealfall als Bonbon noch obendrein.)
Ob Sie gerne mit einer Harley fahren, reiten, exessiv joggen, oder aber gerne ins Theater, auf Konzerte gehen: Denken Sie an den ersten Satz oben. Sollten wir uns mal wirklich live in die Augen blicken, werden wir beide nervös sein, und (man verzeihe mir das vulgäre Wort) eigentlich gern FICKEN wollen. Und uns bei einem überteuerten Cappuccino möglichst intelligente Gesprächsbausteine einfallen lassen, die so peinlich sind, das sie jedem Teenager gut zu Gesicht stünden. Entweder wollen wir sofort nur noch weg, oder „zur Tat schreiten“. Eins von beiden.
Ob es dazu kommt bzw. kommen kann: Entnehmen Sie bitte der Vorlieben/Abneigungsliste unten.
(Hierzu sei übrigens gesagt: Alles kann nichts muß. Nur weil mir etwas grundsätzlich gefällt, werd ich es tunlichst unterlassen, das von einer Partnerin auf Teufelkommraus zu verlangen. Wer bin ich denn?! Im übrigen respektiere ich no-gos. Punkt.)
Außerdem: Eine längergehende erotische Romanze ohne jeglichen perversen Kink wiegt mehr, als ein total mißglücktes bdsm-ONS-Date.

bdsm: Es gibt Menscheninnen, die behaupten, ich hätte eine dominante Ader, und wäre auch ein „guter“ Sadist. Tja nun? Was soll ich sagen? Ich selbst würde am ehesten über mich sagen: Ich mache Frühstück und bring es ggf. sogar ans Bett. Das ist das mindeste an Anstand, das man(n) einer Frau entgegen bringen sollte, wenn man sie zuvor (und danach) fesselt, schlägt und in alle ihre drei Löcher fickt. (überspitzt ausgedrückt). Will ich nur ficken? Nö. Aber ich erinnere an den ersten Satz. Wir sind hier nicht in einem romantischen Bergdoktor-Roman, sondern im JoyClub. Und da wir alle hier Erwachsene sind (Zumindest dem Gesetze nach; DU bist ein großes Mädchen und ich bin ein großer Junge), wissen wir, daß man im Leben auch manchmal One-Night-Stands hat. Die gut oder schlecht sind. Oder längere Affären. Die gut oder schlecht sind – bishin man womöglich eine/n Lebenspartnerin findet – das KANN alles passieren.

Ich kann Frauen zum lachen bringen. Improvisiere 4zeilige humoristische Reime aus dem Stehgreif. Massiere den Rücken. Ich kann stundenlang über so etwas langweiliges wie Geschichte sprechen (ich bin nebenbei, studierter Historiker), ohne das es langweilig dabei wird. Auch wenn Geschichte Dein schlechtestes Fach in der Schule war.
Ich kann Dich aber auch auspeitschen. Dir den Rücken/Hintern in allen (vorher einvernehmlich abgesprochenen) Farbschattierungen mit diversem Werkzeug marmorieren. Dich fesseln. Dich eine Stunde auf dem Boden liegen lassen. Dich erniedrigen. Anpissen.
(wie gesagt: das kann, muß aber nicht so sein). Das ist keine Beliebigkeit – sondern: Ein auf den Gegenüber eingehen. Und was der/die Gegenüber braucht/nicht braucht (ungeachtet aller Vorlieben-Listen), das sieht man am ehesten im live-Augenkontakt. Bei dem überteuerten Cappuccino. Weglaufen können wir dann beide immer noch.

Gnä‘ Frau: Wenn Sie bisher durchgehalten haben:


Was mag ich?

  • Bodenständigkeit. Seien Sie Sie selbst.
  • Das „rrrr“ in den Augen. Wenn ich sehe, daß Du ein „böses Mädchen“ bist, bin ich auch ein „böser Junge“. (Gott, war das grad kitschig…?!^^)
  • kinky. dreckig. böse.
  • schöne Augen. Die mir was erzählen. Ohne das auch nur ein Wort gesprochen wird.(ok, das war besser…)
  • wenn „Sie“ von selbst merkt, das mir in der Kuschelhaltung der Arm einschläft, und ich diesen dann wieder wach rütteln kann
  • Nagellack. Und sehnige, schmale Füße. Ich bin kein(!) 100%iger Fußfetischist, aber, selbst wenn Gnä‘ Frau „Fuß“ nix abgewinnen kann: Sind die schmal, (sehnig) und gepflegt, ist das schon mal ein (optionales) Plus. (aber bitte gewaschen. Ich hab vielleicht dreckige perverse Kinks, aber so schlimm isses dann auch nicht!)
  • wenn frau bockig ist – und sich (weil kink) gerne eine runterhauen läßt. „um zu spuren“. (das ist eine schöne Phanatsie, für die, die das mögen. Aber wie gesagt – ich kann auch ohne das. Ist ja nur ne Aufzählung, was ich mag, nicht was ich muß)
  • Schamhaare?! Hm ja. (das wird jetzt eine blödesten Sätze, die sie je auf JC gelesen haben, Achtung räusper… „je schlanker die Frau, desto mehr (gut getrimmt/gepflegten Bewuchs (kein Theresa-Orlowsy-Urwald! Bitte, wir sind nicht mehr in den 80ern!) find ich anregend – umgekehrt: je runder die Dame, destoweniger dessen.) Ich mache nicht zwangsläufig Konzessionen an die Figur. Wenn unsere Chemie stimmt, wir unser „Hirn ficken“, dann ist die Figur erstmal zweitrangig!. (Wenn Sie allerdings gertenschlank und blank rasiert sind, wäre ich der letzte, der sich beschweren würde!)
  • ich mag es, frau zu lecken. (mal ausgenommen, das steht auf der „geht gar nicht Liste“. Abdr grundsätzlich – und das muß ich einfach der Pflicht und Schuldigkeit -sowie meinem eigenen Willen nach- in Kauf nehmen: ich lecke gern. EGAL wie sehr ich mir davon einen steifen Hals hole. Aber wenn ich mirmir einen Blowjob wünsche/erhoffe/erwarten darf, dann wird auch zurückgeleckt. Eine Frau ohne Orgasmus ist Driss(wie wir im Rheinland sagen). (Ausgenommen davon Spielkonstellationen,wo „sie“ drauf verzichtet, kommen zu wollen/müssen. Ok. Das geht auch. Aber vom Grundsatz her- es soll beiden Spaß machen.

Was mag ich nicht?

  • frivoles Gehabe und nix dahinter
  • Dschungelcamp/Lets Dance und (meistens) die Zuschauer*innen dieser Sendungen/Sender.(Ausnahmen möglich – wie war das: magst du anal?)
  • Menschen, die nur Kulturradio und arte konsumieren. (ein bißchen bis viel Bildung ist ja ok, aber im Zweifelsfalle bin ich eher der Typ Eintopfgericht statt Schicki-Micki-Nobel-Restaurants. Wenn Sie also zufälligerweise Kunstgeschichte studiert haben sollten: Mädchen, dann mußt du schon verdammt gut blasen können…!)
  • „auch nur ein ONS zu sein“. (Ja, auch ich hab Gefühle. Also nicht „Gefühle“, sondern „Gefühle“. Dieses „nur einmal und niemehr wieder“ find ich doof. Wenns uns beiden Spaß gemacht hat, dann kann man das gerne auch mal wiederholen/ausbauen!)
  • militante Tanten. Ich rauche, und esse Fleisch. Ich verzichte gern auf beides während eines „Zusammenseins“ – und gehe auch notfalls in einen anderen Raum/auf den Balkon (ja genau, um eine Fleischwurst zu rauchen). Ich organisiere sogar laktosefreie Sojamilch, wenn es nötig ist. Aber versuche mich nicht zu bekehren. Wir sind keine Missionare. Und wegen der Missionarsstellung sind wir beide nicht hier, oder? ODER?
  • „Fernwartung“: was nützt es mir, wenn ich dir über 300km per WhatsApp die Anweisung gebe, daß du dich nackend hinknieest? Da hab ich nüscht von.

Ich bin ein Typ von „Live. Augenkontakt. DU und ICH. HIER.“
Ich bin nicht 1,80 groß und auch nicht reich.
Aber ich habe eine Männerschulter, in die ein „Mädchen“ paßt. Für eine Nacht, für eine Affäre oder (tja nun…mal sehen was sich ergibt).
Wenns paßt mach ich „aua“ UND Frühstück.
Ich habe vielleicht „nur“ einen deutschen Durchschnittspenis, aber dem Vernehmen nach eine „Stahlbetonlatte“. (Hier könnte ich eine Userin als Referenz angeben! – nach Absprache leite ich das gerne weiter, sofern frau sich einstweilen nicht selbst davon überzeugen möchte.) Einmal kommen reicht mir nicht.
Andere Userin… moment? Ähm..?
Ja, das hätte ich beinahe vergessen: Ich bin NICHT verheiratet, und habe KEINE Kinder. Versprochen!
Ich bin so ungebunden und „frei“ wie man(n) diesbezüglich nur sein kann.
Im Gegenzug respektiere ich aber, wenn eine Frau verheiratet ist und/oder Kinder hat. Das ist ok. Wer bin ich, das als Ausschlußkriterium zu benutzen. Aber wenn Du Interesse an mir haben solltest, dann mach bitte kurz vor knapp nicht noch nen Rückzieher.

Ich verspreche hoch und heilig! das ich „50 shades of Dingenskirchen“ weder gelesen noch als Film geschaut habe! Alles, was ich (bei gegenseitigem Einverständnis(!)) mache, mache ich nach Gefühl und aus dem Handgelenk.
Verschonen Sie mich bitte auch mit „der Herr leitet mich und gestattet es mir zu atmen“ – Gehabe. Du atmest, wenn dir die Luft dazu fehlt. Selbst wenn Du mir zu Füßen knieen solltest – wer bin ich denn, daß ich Dir ein Formular überreiche, das du in dreifachr Ausfertigung abzuzeichnen hast?!
Atme selbst! Und wenn du mich „Herr“ nennen sollen würdest, dann wirst du das von selbst merken, wenns soweit ist. Bis dahin hab ich einen Vornamen (den erfahren wir dann gegenseitig beim Cappuccino).
Spätestens, wenn du beimdeepthroat würgen mußt, wirst du mich von selbst „Herr“ nennen – wenn du das möchtest. Wenn das absolut nicht dein Ding ist, dann lassen wir das – und ich werd dir keinen Strick draus drehen. (Es sei denn, du stehst aus Strangulation – aber auch das ist eben „nur“ Verhandlungssache).

So – genug der vielen Worte. Wenn Du/Sie, Gnä‘ Frau gerade denkst: „Der Typ hat doch nen Sprung in der Schüssel?!“ – dann sind Sie hier genau richtig. Laß mich in Deine Augen schaun, Mädchen!

(einen Hinweis in noch (fast) eigener Sache: Als „Solo-Mann“ ist man auf diversen Portalen im Internet ohnehin das Geschmeiß dieser Erde. Ich möchte mich stellvertretend für meine Geschlechtsgenossen für die ganzen plumpen Sprüche, Kommentare, Anmachversuche und private Nachrichten entschuldigen. Diese „Heimwichser“ (zu denen ich rein technisch gesehen auch zähle) – wissen nicht, was sie tun. Aber es ist unwürdig.
Von daher werde ich mir persönliche Nachrichten wohl überlegen, und möglichst gut formulieren, bevor ich sie abschicke. Einzelne Rechtschreibfehler sind keine Dummheit, sondern der Aufregung geschuldet! (Als Mann zahlt man 79 € für 6 Monate! – Da ist man schon mal nervös, wenn man(n) frau anschreibt!).

So – jetzt aber. Ich bin ein Mensch. Mit Fehlern. Mit Erfahrung(en). Mit Höhen und Tiefen. Und „Mann“ bin ich nebenbei auch noch. Bei beiderseitigem Wohlgefallen sogar einer, bei dem man Spaß haben kann, und gut behandelt wird. Egal, wie lang es hält.
Ich bin ich.

M.

Einkauf. beim NORMA

ein normaler, alltäglicher Vorgang.

Stellen Sie sich vor, das Auto ist ein Schiff.
Und jedes mal, wenn wir einen Supermarkt ansteuern, dann ist es, als ob der Einkaufskorb das Beiboot ist, mit dem wir an Land rudern – denn der Parkplatz des Supermarkts ist der Hafen, und das Schiff liegt in solchem vor Anker. (Außerdem kann man mit einem Auto schlecht in einen Supermarkt fahren.)
Am Landgang behufs des Einkaufens nehmen für gewöhnlich sowohl der Chef als auch Herr Weitwinkel teil. Begleitet vom Zahlmeister, zwei Marinesoldaten und 2-3 Matrosen, die die Einkäufe schleppen. Meistens ist es dann so, daß der Chef mit einem der Marinesoldaten loszieht, um Bier, Milch und Tabak zu kaufen, und der Rest des Landkommandos unter der Leitung des Herrn Weitwinkel die übrigen Regale abklappert. Als Treffpunkt wird dann „vor der Kasse“ ausgemacht.
Der Chef hält neben den Einkaufsplan natürlich auch Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts im Auge – man kann ja nie wissen. Alles zwischen 15 und 55 wird in 0,4253 Sekunden gerastert, analysiert – und eigentlich immer ad acta gelegt.
Ein abenteuerliches Schauspiel ist es, wenn Weitwinkel, und der Zahlmeister, der meistens einen Dreispitz trägt, eine mit einem Gänsekiel beschriebene, büttenpapierne Einkaufsliste abklappern. Dabei kommt es auch vor, das sich Weitwinkel von den Matrosen hochheben läßt, um in die obersten Regale sehen zu können. Bisweilen kauft er dann auch Waren, die ihn spontan faszinieren aber gar nicht auf der Liste stehen.
Nachdem der Einkauf getätigt ist, und die Matrosen die Einkäufe ins Beiboot verfrachten, der Zahlmeister den Einkaufszettel, den Kassenbeleg und die PayBack-Karte mit Weitwinkel durchgesehen hat, streiten dieser und der Chef hin und wieder darüber, ob diese oder jene Ausgabe denn wirklich notwendig war. Dann rudert der Einkaufskorb zurück über den Parklplatz (durch das Hafenbecken) zurück zum Schiff. Dort wird dann alles – wie auf einem großen Schiff – im Laderaum verstaut, und der Maschinentelegraf rattert. Das Ausparken aus der Parklücke ist das Ablegen des Schiffes vom Pier: Die Wachoffiziere lehnen sich über die Brüstung der Brücke, um einen Blick nach hinten zu haben, reichen die Entfernung zum Ufer auf die Brücke weiter; der Rückwärtsgang ist der klingelnde Maschinentelegraf, im Maschinenraum rotieren die Zylinder.
Die Marinesoldaten, bei mancher emotional-politischer Großwetterlage sogar Johanna deClerk und ein paar ihrer Kampflesben, stehen Gewehr bei Fuß, und beobachten die Umgebung.
„Heck kommt frei“
„Backbordmaschine halbe Kraft zurück, vordere Spring kommt frei. Wegfrieren. Klar bei Deckkommando!“
Weitwinkel ist unterdessen in seiner Kajüte verschwunden, oder beschnuffelt die Einkäufe. Der Chef überwacht als „Eigner“ des Schiffes stumm auf der Brücke das Ablegemanöver, und geifert zu den Klängen des Autoradios(wdr2) innerlich über twitter, die bdsm Community, zu Tode tief gnarfend und nicht Galle spucken könnend, legt er mürrisch den Gang ein.
Ein Opel Astra, Baujahr 95 – unter den smarten Gefährten des 21. Jahunderts mit Navi, und mehr Computertechnik als in den Apollo-Mondraketen der Amerikaner verbaut war – da erscheint dieses alte Vehikel wirklich wie ein dampfgetriebener Seelenverkäufer. Es nützt auch nichts, daß die Maate und Heizer, wenngleich hohlwangig und abgekämpft, stolz darauf sind, daß der Kasten noch schwimmt.
Wenn der Kahn wieder auf offener See ist, und den Hafen hinter sich gelassen hat, steht meistens eine Frau in Uniform in der Tür zur Kajüte des Chefs.
Entweder K. oder Johanna.
„Martin…möchtest du die Tagespresse studieren? Das Dossier deiner TL – wer, was, wann mit wem und wie oft….“
Und immer öfter kommt nur ein unwirsches „Nein!“ aus dem inneren der Kajüte zurück. „Diese hohlhirnige Finsternis…. wenn die alle mal vom Leben so gefickt wären wie ich, dann würden sie alle wundgescheurt sein-und zwar oben wie untenrum! und dieses ganze bdsm Blabla, angefangen von der großen Lehrmeisterin bishin zum kleinsten Windelscheißerchen würden alle mal die Schnauze halten. Eigentlich sollten wir mal da…bei diesem Dingens aufkreuzen… ich kann mit meinem bloßen Blick, mehr als …ach was solls… konnte ich mal. Ich hab ja nicht mal mehr eine sporadische Gelegenheit, mir eine Krawatte anzuziehen. Aber wenn…. dann… ich mach mit einer Krawatte, selbst wenn ich sie nur trage, mehr als andere mit ihren 147 Gerten-Floggern, weiß der Kuckuck was… [Stimme wird leiser] ….zumindest war das früher so… [Stimme wird noch leiser] …zumindest war das früher so…“
Die Frau in Uniform an der Kajütentür hat schon längst augenrollend den Gang verlassen, und das Tagesdossier dem Archivar vom Dienst wortlos auf den Tisch geknallt, und ist in die Offiziersmesse – um sich zu betrinken.
Während der Chef noch gedankenversunken und abgestumpft, in seinen Erinnerungen seine Dominanz und Potenz wiederzufinden sucht, oder zumindest ein paar schemenhafte Hinweise dazu, steht Weitwinkel in der Tür. Klopft vorsichtig an.
„Huhu…. die Pfrau Chamäleon wünscht uns über Funk einen guten Morgen, Chef!“
„Danke gleichfalls!“
„…und…ähm…wir haben noch 9,60€, mein Chef. Das sind 10 Rechnungs-Euro, bzw. 9 Valuta-Euro. Da kommen noch hinzu 1,25€ an Pfand der Bierpflaschen, die Sie eben gekaupft haben, mümpfennämlich.“
Der Chef hat nicht zugehört. Oder er hat zugehört, aber dann nur als Untoter. Mit unbewegter Miene fragt er: „Wie lange noch?“
„Ähm…ähm… das muß nach unserem jetzigen Kenntnisstand noch 5 Tage reichen, euer Gnaden!“
Das reicht nie.
„Lassen sie die Rationen halbieren. Tabak nur auf Bezugsschein. Essenausgabe nach Vorschrift, keine Bevorzugung der Offiziere.“ Daumen und Zeigefinger an die Nasenwurzel gepreßt, die Augen verschlossen. „Ich hab nicht mal das Geld für neue Schnürsenkel. Schwarze Schuhe und Schuhwichse ist reichlich da – ich seh nachts um halb drei mit 2 Promille noch dominanter aus -und bin es auch-, als diese ganzen Schwafel-Heinis… aber ohne Schnürsenkel…“ [tiefes seufzen]
„Bitte was?“
„Ach nichts, Weitwinkel… nichts. Gehn` Sie. Ich komm gleich auf die Brücke. Und sagen Sie dem LI, er soll den Brennstoff peilen. Ich will nicht schon wieder mit dem letzten Tropfen die Aral ansteuern müssen.“
„Da sammeln wir aber Payback-Punkte, nämlich!“
[ orrr. seufz!]

„ICH WÄRE VERFICKT NOCHMAL FROH, WENN WIR NE SCHATZINSEL ANLAUFEN KÖNNTEN…und jetzt raus mit Ihnen!“
[„gehen Sie ihren Weihrauch, oder was auch immer sie unnötigerweise heute gekauft haben, beschnuffeln“ -> in Gedanken hinzugestezt]
Wie jeder gutaussehende, kompetente, mit Augen-die-frau-zum-feuchtwerden-veranlassende, aber leider leidende und zwangsweise hungernde und eine abgewetzte, reparaturbedürftige Uniform tragender Kapitän gießt sich der Chef erstmal ein Glas eines alkoholischen Getränkes ein. Das Schiff bewegt sich sanft in der Dünung. Der Astra rollt deshalb so gut über die Straßen des Landkreises Ahrweiler, weil der Asphalt hier genauso alt ist, wie das Auto selbst.
Durch das Oberlicht fällt etwas Licht in die Kajüte. Stumm sieht er dem blauen Dunst der Zigarette hinterher.
Im Hintergrund hört man die Kommandos an Deck.
„Zehn Grad Steuerbord! Lichtzeichen setzen!“ …der Maschinentelegraf rasselt.
„All die un- und fehl-gefickten Mösen meiner Generation, die mir versagt blieben… und jetzt sitzen Sie da..unglücklich… und lassen sich von der Premiummuschi belehren, wie man sich selbst noch schneller an die Wand fährt. Einfach mehr Vollgas geben…. nee…ich brauch das Tagesdossier nicht zu lesen. Ich WILL diese Welt gar nicht mehr hören. Alles, was ich in der Schule oder bei meinen Großeltern gelernt hab, ist heute verboten, verpöhnt oder ungesund. Das einzige was mich von den scheiß-beschissenen Nazis unterscheidet, ist der Glaube an den lieben Gott. Aber [Chef lacht verzweifelt diabolisch in sich hinein] das macht nichts. Das haben diese schwarzbelederten ignoranten Säulenheiligen der Gutmenscherei mit den Nazis gemeinsam: Dem Zimmermann aus Galiläa hören genausoviel oder wenig zu wie mir… Ach was solls…“
Müde reibt er sich den Kopf, bemerkt, das seine eigenen langen Gedankensätze nur für denjenigen noch einen Sinn ergeben, der auch in seinem Kopf wohnen würde, ihm zuhören würde.
Ein heftiges Reiben der Augen. Wieder wach sein.
Mürrisch, sehr sehr mürrisch, stapft er den Korridor entlang, und entert zur Brücke auf.
Ein Maat pfeift „Käptn auf Brücke“. Unwirsch läßt der Chef sich auf seinen Sitz fallen.
„neun Euro für 5 Tage…. “ seufzt er.
„BLINKER LINKS! Und beide Maschinen große Kraft voraus!“ Auf einmal ist er dann wieder wach. Hellwach. Und konzentriert.
„Obersteuermann! Ich erbitte mir ein Überholmanöver aus, bei dem selbst Falbalus und Ophelia Ehrenblowjobs als Lobeshymnen darbieten würden! Vollgas, wenn ich bitten darf!“
Der Obersteuermann knallt die Hacken zusammen, salutiert: „Jawoll mein Chef!“.
Der Motor heult auf.
Im Tank ist mehr heiße Luft als Benzin.
Weitwinkel hält sich in seiner Kajüte, von der plötzlichen Beschleunigung überrascht, verzweifelt irgendwo fest, während um ihn herum die Zitronen, mit denen er handelt, herumpurzeln.
Der Astra zieht mit Müh und Not, 70 verschlissene PS aussaugend, an einem lahmarschigen SUV vorbei. Von so einer unglücklichen Familienmutter MitteEnde 30, die auf ihrem geheimen Twitteraccount davon träumt, von einem Mann geschlagen, vergewaltigt und angepißt zu werden. Stattdessen söhnt sie sich mit ihrem Mann den Kindern zuliebe aus, und fährt vom Einkaufen direkt weiter zur „Kita Spatzenhirn“, nur um den nächsten augenroll-tweet zu verfassen. Der landet in ihrer TL gleich hinter Ophelia, MarieMoreau und Falbalus. Den alten, klapprigen bordeauxroten Astra, mit Triskelen, Effzeh und Lazitrölaufkleber, der da grade lebensgefährlich nahe an ihr vorbeiflankt, nimmt sie gar nicht wahr.
An Bord brummt sie Maschine.
„Wir schwimmen noch.“ schnaubt der Chef verbittert in sich hinein. „wir schwimmen noch.“
Autofahren ist seit je her immer eine Sache der Marine gewesen.

O.N.S. – oder: die Geister, die ich schlief.

ONS:

1.: Bezeichnung innerhalb des Konvoi-Geleitzugsystems der Alliierten während des zweiten Weltlkrieges im Nordatlantik für Geleitzüge langsamer Geschwindigkeit von Großbritannien nach Nordamerika. „Outbound from the British Isles to North America. Slowly.“

Orrr…Martin…schnarch. Verschone uns mit Seefahrtsgeschichte!
(mürrisches Augenrollen meinerseits)

2.: afrikaans für „wir“.
Schnarch! Verschone uns mit Sprachunterricht.
(unwirsches Papier-beiseite-gelege meinerseits. seufzen.)
Na schön. Da habt ihr doch drauf gewartet:

(das folgende bezieht sich nicht nur auf einmalige Treffen, sondern auch a) auf lange Antextungs-Prozesse vie WA oder telegram, die nie einen physischen Abschluß gefunden haben, als auch b) auf Treffen, die sich einige wenige Male wiederholten, dann aber „eingeschlafen“ sind).

3.: One-Night-Stand.
eine im Prinzip einmalige sexuelle Begegnung„. Soweit das Lexikon.

Wenn ich zu einer Frau sage, „Mädchen, du bist einmalig!“, dann sehr vereehrte Damenwelt, is it not intended to be an One-Night-Stand, its more or less a compliment. An apprecitaion of your very personality, for gods sake! My choice of words may sometimes seem to be over-classical – aber verfickt und zugenäht: Eben weil ich wohl dem feedbäckischen Vernehmen nach so gut mit Worten umgehen kann (oben wie untenrum), schauen wir uns jetzt in die Augen. Apropos meine Augen: Die hab ich „nur“ genetisch so geerbt, aber es freut mich, wenn sie euch gefallen. Nur aber eben dazu muß man mir auch in die selbigen schauen. Live. Face to face.

Wo bleibt die Wertschätzung des einzelnen menschlichen Sexualkontakts?
Ist es nicht so, als umgäbe jedes Paar, das miteinander schläft, eine kleine (zärtliche) „Aura des Heiligen“?
Aber vielleicht ist es eben diese Zerbrechlichkeit. Vielleicht bin ich als Historiker zu sehr eine Persönlichkeit, die sich mit vergangenen Momenten beschäftigt.
Aber als guter Historiker möchte ich vergangenen Momenten nicht nur gedenken – eingedenk guter Museumsdidaktik möchte ich vielleicht die Momente bewahren, das Feuer am brennen erhalten – wieder erlebbar zu machen. Und vielleicht scheitert mein gut gemeinter geistiger Anspruch an den liderlichen, flüchtigen Realitäten; who knows -.-

Wieviele Ehemänner habe ich schon gehörnt, in dem ich ihre Frau gefickt habe?
Wievielen (kleinen) Kindern habe ich die Mama für eine oder mehr Nächte „entführt“, in dem ich sie festgebunden, geschlagen und in den Arsch gefickt habe?
Wie oft steckte hinter der „Freundin, die ich besuche, Papa/Oma/Opa/[andere Freundin] passen heut auf dich auf“ meine Wenigkeit?
Und was ist mit den Unabhängigen? Den Frauen, die es sich, ohne Rücksicht auf irgendjemand nehmen zu müssen, leisten konnten?

Alle sie haben gegen das oberste Gebot der Vernunft (und des güldenen Buches, aber das nur nebenbei) verstoßen:
das erste(!) (Blinddate) Treffen mit dem Kerl.
Bei ihm zu Hause.
Mit Aussicht auf sexuelle Handlungen.
Und zwar solchen, die das bürgerliche Normalmaß überschreiten.
SOWAS TUT FRAU NICHT.
(Ophelia und die anderen Erklärbärchen haben mit den, diese Umstände betreffenden, Warnhinweisen absolut recht. Nur: Ausgerechnet ich „ernähre“ mich von diesen seltenen, ungehorsamen Ausnahmen. Ich kann nämlich nicht von meiner kleinen Insel hier raus. Ich bin auf mutige Frauen angewiesen.) ( I know, thats deep)

Und dennoch: sie waren hier. Übernachtung mit Frühstück.
ES GIBT KEINE VIELFICKER-BONUSMEILEN. Hinter meinen was auch immer-bei-Frauen-auslösendenen Augen sitzt nämlich ein reichlich ernster Geist, der jeden einzelnen Menschen, jede einzelne Frau, die ich „kennenlerne“ (in Schlafzimmer-hafter Bedeutung des Wortes) als einzele, wertzuschätzende Person wahrnimmt.
Wir haben uns doch geschrieben. Ich weiß leidlich um Deine Lebensumstände bescheid. Wir haben vielleicht sogar telefoniert. Uns Bilder geschickt. Ich weiß, wie du aussiehst, was du machst, was dich umtreibt. Weil ich dich als Mensch wertschätze – und ja. Auch: Weil ich dich attraktiv finde, und mit dir schlafen möchte/wollte.
Niemand, NIIIEEEMAND wird, hier in meinem Kopf als „abzuhakender Fick“ betrachtet. Das wäre unmenschlich, barbarisch, und unter meiner – und vor allem: Unter Deiner Würde.
Denn es wohnt dem Beischlaf zweier Menschen eine unveräußerliche Würde inne. Sie ist nicht revidierbar (rückgängig zu machen), nicht negierbar (zu verneinen) und nicht verhandelbar.
Sie ist wahrhaftig.
Weil sie aber „wahrhaftig“ ist, also wahr, und haftend, unsauslöschbar:
WARUM ZUM GEIER habe ich das Gefühl, als ich betrachte alte schwarz-weiß Fotos, die vor meinen Augen immer mehr verbleichen und zu Staub zerfallen?

Und die, die nicht hier waren: Wir haben uns geschrieben. Uns ausgetauscht. Uns angenähert. Sind intim geworden, soweit es Worte und Bildnachrichten zulassen. Wir leben im 21. Jahrhundert – da ist eben vieles digital und nicht analog real. Aber dennoch. Wir waren uns nahe. Du warst feucht und er war hart. Weißt du noch???
Warum ist das nun alles weg? Allein aus der Angst heraus, selbst keine austauschbare Nummer zu sein, bist du es für mich auch nicht. Aus Respekt, Anstand und Würde.
Aber warum ist es dann so still geworden?

Was ich akzeptieren kann, ist, wenn Du Dein Glück gefunden hast. No problem with that. Da bin ich der erste, der aus Achtung und Anstand heraus wieder artig zurück ins Glied tritt.
Ich möchte, das es Dir gut geht. Eben, weil ich Dich wertschätze.

Was ich aber nicht verstehen kann, was mich schmerzt, ist dieses Gefühl, einem Geist begegnet zu sein.
Wie zwei Schiffe, die sich (in mitten eines Sturmes) auf dem Ozean angenähert haben. Auf Funkkontakt, oder gar auf Sichtkontakt. Und sich dann einfach wieder aus den Augen verloren haben.
Dieses…. „wieder verschwinden“… einfach so. Es erinnert an einen tragischen Schiffuntergang. Ohne Überlebenden.
Herrgottnochmal – wir haben miteinander geschlafen!
Wir haben mit einander geschrieben. Bilder ausgetauscht. Obenrum und untenrum.
Und nun sinkt das ganze stumm unter Wasser. Als wäre nie etwas gewesen.
Bildlich gesprochen suche ich die Wasseroberfläche ab. „Was war das denn? Einfach so weg? Verschwunden? Spurlos? War das eine Fata Morgana?“

„DREI WOCHEN MITEINANDER SCHREIBEN – du kommst zu mir – wir verbringen eine Nacht miteinander – und dann: Schwupps. Aus. Nichts mehr.“
Man gestatte mir an dieser Stelle ein vulgäres Wort:
Das ist doch Scheiße?!

Ich dachte immer Mädchen seien emotionaler reifer als Jungs.
Tatsache ist, das die Mädchen erwachsene Frauen sind und ich bin ein erwachsener Mann.
Und trotzdem: ich bin verbittert, traurig und enttäuscht. Und allein.
Ich hasse es.
In meinem Inneren gibt es eine Art „Ablagesystem“. Es nennt sich „die Straße nach Capua.“
Im im ditten Teil „Caius“-Trilogie wird die antike Straße von Rom nach Capua beschrieben: Ein Mausoleum reiht sich links und rechts an das nächste.
Und in meinem Inneren gibt es eine ebensolche Straße. Doch hier werden keine toten Menschen begraben. Eher Erinnerungen aufbewahrt.
Für jede Frau eines. Mit all den Textnachrichten, Sprachnachrichten, den Bildern, den gemeinsamen Nächten. Jede einzelne bekommt ihr eigenes Mausoleum.
Zur Aufbewahrung, nicht zur Bestattung.
Ich begrabe nicht.
Sowas begräbt sich leider von selber.

Ich möchte Dich (wieder) sehen. Einmal (resp. nur mal heftig miteinander schreiben) ist mir zu billig.
Verzeihe mir, wenn ich nicht die Kraft hatte, mich „schnell genug“ wieder von selbst zu melden.
Aber vergessen habe ich Dich nicht.

Vielleicht spricht so vieles gegen mich – aber, wenn es etwas gibt, das ich auszeichnet, so möchte ich behaupten, so ist es mein Gedächtnis und meine Wahrhaftigkeit.
Beliebigkeit ist mir fremd.

Das heißt nicht, das ich dich heiraten möchte. Das heißt auch nicht, das ich mir ein Leben mit dir vorstelle. Aber diese ungezwungene Art unseres Zusammenseins – dieses kleine Fünkchen Leichtigkeit, das fehlt mir.
Und ich habe Angst, das es dir nicht fehlt.

Ich möchte nicht jeden One-Night-Stand meines Lebens wiederholen.
Aber für die meisten gilt:

Warum war das nur einmal? Hätten wir uns nicht noch ein klein wenig mehr zu geben gehabt?
Wahrscheinlich bin ich ein Romantiker. Denn es beschleicht mich die Angst, du hast mich längst vergessen.

[Nachtrag-Block zur selbstkritischen Ergänzung:
Mir fehlt bisweilen die schiere Kraft, das Selbstvertrauen und die Zuversicht, mich von mir aus wieder zu melden. Denn um keinen Preis der Welt möchte oich als ein Typ dastehen, der „um einen Fick bettelt“. Das ist mir zuwider, und ungeachtet sämtlicher gemeinsam vorhandener Phantasien: Das ist nicht meine Art. Ich mag einfach aus Anstand heraus nicht stören wollen. Und manchmal, da fehlt mir einfach auch die Kraft dazu. Weil auch ich nur ein Mensch bin, mit seinen eigenen Sorgen und Nöten. Aber weißt du… unser gemeinsames „Bild“ – so schwarz-weiß und verblichen es auch sein mag… ich habs noch. Ich bewahre es auf. Es ist nicht vergessen. Denn ich bin Martin, der Historiker. Ich lege selbst so emotionale Dinge wie diese unter einem Aktenzeichen ab – nicht um zu vergessen, sondern um dich wiederfinden zu können.
Aber während ich so stumm und nachdenklich die Aktenzeichen meines WA-Nachrichten rauf und runterscrolle, habe ich so große Angst, du seiest nur ein Geist, den ich mir eingebildet habe.
Und ich sei nicht mehr als ein Geist, den du schon längst vergessen hast.]

Martin.

Sequel zu „da lief etwas schief“. Teil1. Resurrection.

Dies ist die Fortsetzung (erster Teil) von „da lief etwas schief“.
[dieser Teil sollte etwas länger werden. Aber ich werde ihn doch unterteilen müssen.]

Der Kampf gegen das Böse geht weiter. Doch auch Helden müssen hin und wieder in die Reha. Oder sich zurückziehen. Sich neu sammeln und formieren.
Denn wenn auch das Böse in einer ersten Schlacht gesiegt haben mag, die kleinen plataiaischen Kräfte des Guten lassen sich nicht unterkriegen.

„Sie wird wach.“
„Und was machen wir jetzt mit unserem prominenten Gast?“
„Gute Frage…!“

Wochen waren vergangen. Ärzte, keine Globulisten sondern Internisten, Dentisten und Chirurgen hatten wundersames vollbracht. So zerbrechlich und sterblich der menschliche Körper doch ist, so faszinierend ist es doch auch, was moderne Medizin zu leisten vermag.
Auf der Intensivstation des nicht näher zu benennenden Krankenhauses wurden Schläuche ausgesteckt, und Maschinen abgestellt – aus einem erfreulichen Grunde.
Die schwer verletzte junge Frau, wochenlang im Koma und Betätigungsfeld der oben erwähnten Mediziner war körperlich wieder hergestellt. Aber sie schlief. Noch.
Doch das sollte sich bald ändern – und das führte dazu, das sich zwei Frauen vor dem Zimmer nun darüber unterhielten.
„Wenn du das schon für eine gute Frage hälst… woher soll ich dann die Antwort wissen, Kerstin?“
„Ach Johanna…Weitwinkel meint, wir sollten sie am besten in ein bewachtes Sanatorium bringen. Aber ich fürchte, da wird sie mit ihrem Temperament binnen kürzester Zeit das ganze Mobiliar zerschlagen. So wie ich sie einschätze, wird sie bald wieder kämpfen wollen.“ Kerstin sah Johanna an. Diese hob fragend die gepiercte Augenbraue.
„Du meinst….“
„Jep. Wir bringen Sie nach Gut Synderhof. Und ich erteile Dir hiermit den offiziellen Auftrag und Befehl: Du wirst sie ausbilden. In allen Kampftechniken, an allen Waffen und mit allen Tricks. Ihre Geheimdienstakte lasse ich dir nach Gut Synderhof schicken.“ Kerstin deutete mit dem Zeigefinger auf Johanna: „Aber ich warne Dich: Sie diskutiert gerne und viel und hat ganz schön was auf dem Kasten. Laß dich davon nicht ablenken. Ich vertraue Dir stellvertretend für unsere ganze Regierung das Mädel an, du wirst sie hüten wie deinen Augapfel. Und nebenbei ausbilden!“

Johanna salutierte: „Sehr wohl Frau Minister!“ – um danach locker flapsig zu fragen: „Apropos Regierung… wie gehts Martin eigentlich?“
Kerstin zuckte stumm die Schultern. „Unverändert. Die Ärzte wissen nicht, was es ist. Er bleibt nach wie vor außer Gefecht…… aber wo du grade fragst: ich bin die nächste Zeit nicht da – wenn was sein sollte, auch mit unserem Gast, dann wende dich an Weitwinkel.“
„Oh scheiße!“ Johanna rollte mit den Augen. „Wo bist du denn?“
„Auf Gran Canaria. Vier Wochen.“
„Urlaub?“
„Internationaler Juristenkongreß.“
Johanna glaubte ihr kein Wort, aber beließ es bei stummen Zweifeln.
„Und wenn du mich jetzt bitte entschuldigst – ich muß zum Flughafen!“ mit diesen Worten ließ Kerstin sie vor dem Krankenzimmer stehen.
„Ey Moment – und wer erklärt unserem VIP, wo sie ist und wie sie hier hingekommen ist?“ rief Johanna ihr hinterher.
Kerstin drehte sich noch einmal um. „Sie mag mich nicht besonders – besser du erklärst ihr alles auf Gut Synderhof. Du rockst das schon….!“
mit diesen Worten entschwand sie winkend in einen Aufzug aus Johannas Sichtfeld.
„Na suuuper!“ -sie bließ die Backen auf. „pffff… toll, wirklich toll. Jetzt kann ich auch noch Babysitter spielen!“

„Wo bin ich?“
Mit schwacher, müder Stimme waren dies die ersten Worte seit Wochen, die über die Lippen der jungen Frau kamen.
Sie zuckte erschreckt zusammen, als sie tatsächlich eine Antwort bekam.
„Sie sind im Krankenhaus.“ es war die freundlichklingende Stimme einer sehr großen aber auch recht fülligen Krankenschwester. „Ich bin Schwester Anneliese. Sie werden bald wieder ganz gesund und auf den Beinen sein, junges Fräulein!“
Die junge Frau nahm erst jetzt vorsichtig blinzelnd ihre Umgebung wahr. Alles schien gelblich-beige-weiß zu sein. Mit Ausnahme des lustig-knollennasigen Gesichts von Schwester Anneliese. Alles, was an der Wand hing, war ein kleines schlichtes Kruzifix mit frischem Buxbaumzweig.
Vorsichtig bewegte sie den Kopf nach rechts und links. Auf der einen Seite war das Beistelltischchen mit einer Blumenvase – irgendwas buntes, frisches schien drin zu stehen. Ihr verstand vermoche noch nicht wieder tiefere botanische Analysen durchzuführen.
Auf der anderen Seite war ein Fenster, durch das man den blauen Himmel, Wolken und die Wipfel eines Baumes erkennen konnte.
„Wie…wie…bin ich hierher gekommen?“
„Sie sind mit einem Hubschrauber eingeliefert worden, Fräulein. Und sie wurden mehrfach operiert. Sie hatten großes Glück!“ Schwester Anneliese schien irgendwas am Schrank zu rödeln, was die junge Patientin aber nur halb wahrnahm.
„Aber…aber..“ Nur bruchstückhaft kam ihre Erinnerung zurück. Das letzte, was sie wußte, war, das sie auf der Party im BDSM-Club gewesen war. Und auf einmal hatte sie Schreie gehört. Und danach nichts. Filmriß.
Sie versuchte sich aufzusetzen. „Ich muß telefonieren…!“
Schwester Anneliese schritt ein, und drückte sie wieder aufs Bett. „Hööösch, hööösch [kultiviertes deutsch für „sachte, sachte“, Anm. d.Verf.], Fräulein. Sie haben ein paar Wochen im Koma gelegen!“
„Ein paar Wochen? Koma?“ die junge Frau nach ihren derzeitigen Möglichkeiten in Wallung. „Ich muß unbedingt…“
„Sie müssen unbedingt etwas essen! Hier ist ihr Abendessen!“ schnitt ihr Schwester Anneliese das Wort ab. Die gute Frau schien resolut aber doch freundlich zu sein. Denn sie fuhr fort: „Und morjen dann, wenn der Dokter et erlaubt, werden Sie verlegt. Dann können Sie sich wat erholen!“
Mit diesen Worten stellte sie der Patientin ein kleines Gläschen mit einer braunen Flüssigkeit zu ihrem Abendbrottablett.
„Was ist das?“
„Ihre Medizin. und die nehmen Sie jetzt bitte!“
Noch vollkommen ihrer Orientierung und inneren Ordnung beraubt, griff die Patientin nach dem Gläschen und exte es. Eine halbe Scheibe Brot schaffte sie selbst zu essen. Dann wurde ihr schwummerig.
„Hat sie gerade „morjen“ anstatt „morgen“ gesagt? Und „wennd er Dokter et erlaubt?“ Hatte die Schwester einen rheinischen Akzent? Wo zur Hölle war sie? Und wie war sie hier hin gekommen?“ – das waren ihre letzten Gedanken, bevor sie wieder in Morpheus` Arme fiel, und die Nacht durchschlief.

Als Schwester Anneliese das Zimmer verlassen hatte, wurde sie schon erwartet. Die „Oberlesbe-ZA“ stand in voller Uniform wartend vor der Tür. Johanna hatte sich seit dem Vormittag und Kerstins Abflug schon umgezogen. Eigentlich hätte sie ja Urlaub gehabt – aber nein. Die Pflicht mußte ja rufen.
„Wieviel haben Sie ihr gegeben?“ fragte sie Schwester Anneliese.
„147mg…dat reich für enne Ellefant ömmzohoe.“
Johanna blickte stumm an Schwester Annelieses elefantöser Gestalt auf und ab, und brummte nur „aha….aber morgen früh kann ich sie abholen lassen?“
„Ja sischer dat. Morjen früh isse widder fitt bie enne Turnschuh!“
„Gut. Danke, Schwester!“
Wenigstens könnte in diesem Krankenhaus auf dieser einen Etage die permante Wache vor dem Zimmer eingestellt werden. Eine Etage höher, da wo der Chef lag, würden auch weiterhin ständig zwei Polizisten und Geheimagenten mit Uzi Wache stehen. Aber wenigstens hier würde dies nun nicht mehr nötig sein.
Johanna seufzte. Das war wenigstens etwas.

Am nächsten Morgen stand um Punkt 8.00Uhr ein Krankenwagen vor dem Hintereingang des Krankenhauses. Es war ein in diesem Lande üblicher Krankenwagen. Ein technologisch hoffnungslos veralteter 1952er Mercedes-Benz Sanka. Aber einwandfrei in Schuß, vollgetankt und einsatzbereit.
Eine noch halb schlafende junge Frau wurde auf einer Bahre aus dem Hintereingang in den Wagen verfrachtet. Am Steuer und auf dem Beifahrersitz saßen zwei junge Frauen in grauer Uniform. Schwarze Kragenspiegel, silberne Venuszeichen darauf. Zusätzlich eine Asklepiosschlange.
Die Sirene ging an – und los die Fahrt. Hinter dem Wagen heulte eine Ducati auf – Johanna, ganz in schwarzer Lederkombi, übernahm getreu ihrem befehl höchst persönlich den Motorradgeleitschutz.
Der kleine Konvoi verließ die Hauptstadt. Ziel: Gut Synderhof, zwischen Wiezethal und Müssen.

…to be continued…