Die Advents/Weihnachtsfolge Teil 1

Seit unserem Abenteuer in der Wüste waren ein paar Wochen vergangen – Kerstin hatte nach einer Auszeit eine Anwaltskanzlei eröffnet, Weitwinkel hatte sein snöffisches Weinfest bestritten, Johanna war mit ihrem Motorrad unterwegs – nur von Dr. Heimlich hatte ich schon längere Zeit nichts mehr gehört. Angeblich war er ja wieder auf Fortbildung. (man munkelte Nordkorea, wissen tu ich das aber bis heute nicht.)
Bis ich so um den ersten Advent herum diese WhatsApp-Nachricht bekam…

cydqwwuw8aaepmr-jpg-large

„Na da bin ich ja mal gespannt“ dachte ich, als ich seine WhatsApp-Nachricht gelesen hatte.
Und am nächsten Morgen begab ich mich denn auch mit meinem (neuen) alten Astra-F in mein schönes Regierungsviertel. Ich war mir ziemlich sicher, das er mit „Hauptquartier“ das des Geheimdienst meinte – aber find da mal nen Parkplatz!
Nach längerem herumkurven fand ich auch nen Parkplatz – und hastete in Richtung Geheimdiensthauptquartier.
(Teilnehmer meines legendären virtuellen Twittertreffens samt Einhorn-Mett werden sich vielleicht noch erinnern –für die „Perversen“ meiner Timeline gab es einen Tag der offenen Tür in den Verhörräumen im Keller…)
Jedenfalls – ich kam an, und hätte beim hochlaufen der Stufen vor dem Eingang beinahe einen alten Mann über den Haufen gerannt, der gerade das Gebäude verließ: Es war offensichtlich ein Rabbiner – und ein sehr aufgebrachter noch dazu. Er griff sich ständig an den Kopf und lamentierte „oioioioi“ – griff sich wieder an den Kopf, schüttelte den selben, hob die Hände zum Himmel und wimmerte wieder „oioioi“.
Da ich ihn leicht angerempelt hatte, blieb ich natürlich sofort stehen, und entschuldigte mich. Er blieb ebenfalls stehen, legte mir beide Hände auf die Schultern, und mit leerem Blick in den Augen sagte er nur: „Veeel Glick!“. Dann hob er wieder die Hände zum Himmel und wandte sich „oioioioi“ lamentierend einem Taxi zu, das vor den Eingangsstufen auf ihn gewartet hatte. Mehr als nur irritiert sah ich ihm hinterher – dann sah ich die beiden Wachleute an, die beiderseits des Eingangs in Hab-Acht-Stellung standen. Sie bemerkten das ich sie ansah, und salutierten zackig.
Den Gruß kurz erwiedernd brummte ich halblaut „Na dann geh ich mal besser rein!“. Die beiden Wachleute glotzen weiter ungerührt gerade aus.

Im Foyer empfing mich schon eine Sekretärin mit den Worten: „Herr Dr. Heimlich wartet bereits auf Sie im 3. Kellergeschoß!“
„Soso.. tut er das?“
Die Sekretärin geleitete mich zum Fahrstuhl – dessen Tür ging auf, und ich wäre beinahe in eine dreckige Spießbütt (Speißbütte, Maurer-Eimer) getreten.
„Nanu – haben Sie die Handwerker hier?“ fragte ich, als ich mit einem großen Schritt über die Bütt in den Aufzug trat.
„Das wird Ihnen alles Dr. Heimlich erklären!“ sagte die Sekretärin spitz – und trat mit mir ein.
Ich nickte nur resignierend, und drückte auf den Knopf „-3“.
Nach einer halben Minute waren wir unten – und standen in einem Korridor, der in einer Sicherheitstür sein Ende fand. Dort war ein Scanner, an dem wir beide erstmal unsere Gesichter von einem Laserstrahl abtatsten lassen mußten, damit die Sicherheitstür sich öffnete.
Wir traten in den Raum ein – und standen in einer riesigen schwach belechteten Werkhalle. Und überall standen weitere Spießbütten herum – teilweise mit Wasser, teilweise mit nassem Lehm gefüllt.

Dr. Heimlich stand mit dem Rücken zu uns vor einem riiieeesigen Flachbildschirm, und hantierte mit einer Fernbedienung herum. Auf dem Bildschirm konnte ich eine Karte des deutschsprachigen Raumes erkennen: Und überall waren bunte Punkte eingezeichnet – das waren Nicknames mit einem @ davor!
Dr. Heimlich tippte irgendwas auf der Fernbedienung herum – und auf dem Bildschirm wurde die Anzeige sichtbar: „Follower von @ChefleGrand weiblichen Geschlechts“ – die Anzahl der bunten Punkte auf der Karte reduzierte sich ungefähr um die Hälfte.
Ich mußte unweigerlich die Stirn runzeln: Was machte er da?
Nun tippte er wieder etwas auf der Fernbedienung – und die Anzeige „gemeinsame sexuelle Interessen anzeigen“ erschien, und wurde schnell mit „OK“ bestätigt.
Wieder reduzierten sich die bunten Punkte auf der Landkarte – und als nun die Anzeige „Inhalt der des DM-Fachs anzeigen“ aufploppte, konnte ich nicht länger warten: mit einem PANTHERSPRUNG hastete ich zu Dr. Heimlich, und entriß ihm die Fernbedienung, ehe er mit „OK“ bestätigen konnte.
„DAS könnte ihnen wohl so passen!“ wetterte ich – und Heimlich zuckte erschreckt zusammen.
Die Sekretärin schaltete in diesem Moment das Licht in der großen Werkhalle an, und ich mit dem kleinen Roten Knopf den Bildschrim aus.

„Ah …mein Chef! Da sind sind Sie ja!“ berappelte sich mein Geheimdienstchef, sichtlich peinlich berührt.
„Morjen, Dr. Heimlich!“ Ich nahm auf dem Stuhl an dem Schreibtisch, der da gerade herumstand, Platz. „Können Sie mir mal sagen, was sie in meiner Korrespondenz rumzuschnüffeln haben?“
„Das…das war nur eine Routine-Überprüfung!“
„Wenn ich Sie sehe, Heimlich, dann sehe ich eine Routineüberprüfung!“
„Äh…ich..äh…ja… entschuldigen Sie bitte, Chef! Aber ich wollte unsere neue Programmiersprache testen.“
„Programmiersprache?“ ich runzelte die Stirn. Meine eigenen Kenntnisse von BASIC oder C# sind eher rudimentär zu nennen, und ich hegte arge Zweifel, ob Heimlich überhaupt wußte, was eine If-Schleife sei, geschweige denn wie man sie schreibt.“
„Mein Chef, wir haben für unser Projekt das ich ihnen vorstellen will, einen eigenen, neuen Programmcode geschrieben: KRAUT.“
„Kraut???“
„Kommandit-Rheinisch-AUTomatik – kurz: KRAUT.“ er reichte mir einen Bogen Papier herüber.
Ich wagte einen Blick auf diesen „Kraut-Code“: Da stand dann tatsächlich sowas wie anstelle von „If / then / end if“ : „Wenn / dann / ejal“. Und dort, wo man gewöhnlich eine For-Each-Schleife erwarten würde: „Für jedes Ding / los jonn“ – und anstatt der Do-While-Zeile „Sulang / maach / hür op“ – Ich lies das Papier wieder sinken.
Dies war sicherlich eine Freude für jeden rheinischen Linguisten, aber etwas damit zu programmieren? Du liebe Güte!
„Nu erzählen Sie mir mal, was denn so wichtig ist, was Sie mir dringend vorzuführen haben! Etwa wie sie meinen Twitteraccount durchstöbern?“
„Nein. Es geht um etwas ganz anderes! Versprochen! Dafür brauchen wir KRAUT nicht.“
„Na jut, schießen Sie los.“
„Nun – unsere Wissenschaftler haben an einer Geheimwaffe für den Frieden gearbeitet.“
Ich runzelte die Stirn – das verhieß wieder mal nichts gutes. Als ich mich weiter in der Halle umblickte, sah ich einen großen verhüllten Gegenstand, um den herum eine dreck-lehm-Wasserlache auf den Boden suppte.
„Und nebenbei haben Sie sich als Bildhauer versucht, oder was?“
„So ähnlich, mein Chef.“ Heimlich biß sich auf die Unterlippe, als wolle er erst noch überlegen, wie er „es“ mir am schonensten beibringen wolle.
„Mein Chef… Donald Trump hat doch die Wahl zum US-Präsidenten gewonnen…“
„Ja….“ antwortete ich lang gedehnt und skeptisch. Hoffentlich fing er nicht wieder mit irgendwelchen Killerdelphinen an.
„Und es steht doch zu erwarten, daß bei der nächsten Bundestagswahl in Deutschland die AfD den Sprung in den Bundestag schafft, oder?“
„Das könnte durchaus passieren, jaaa…“
„Und es steht doch zu erwarten das es in diesen unruhigen Zeiten vermehrt zu Protestaktionen, Straßenkämpfen und Aufmärschen kommt. AfD, Pegida, Reichsbürger, NPD etc…“
„Sowas ist durchaus zu befürchten, jaaa“ – ich war echt gespannt, was nun kommen sollte.
„Nun, mein Chef, wir vom Geheimdienst haben uns überlegt, das es vielleicht doch dienlich wäre, wenn man auf offener Straße zum Beispiel Nazis die Fresse polieren würde!“
„Wie bitte?“ ich blickte ihn ungläubig an. Also nicht, daß mir das Konzept nicht gefallen hätte – aber ich war etwas perplex ob seiner gepflegten Wortwahl.
„Ähm…naja…kann man mal machen…aber…“
„Sehen Sie – und da kommt unsere Geheimwaffe ins Spiel! Unsere Wissenschaftler haben mit Hilfe eines Spezielisten aus Tschechien eine ideale Nazi-Verkloppungswaffe konstruiert. Dazu brauchten wir unter anderem den KRAUT-Code. Ich hätte Ihnen den Herrn gerne noch vorgestellt, aber er fühlte sich nicht wohl wie er sagte, und er ist gerade oben, etwas frische Luft schnappen.“
„Moment – der Jude, dem ich am Haupteingang in die Arme gelaufen bin?“ fragte ich verwundert – und erinnerte mich an das fatalistische Gejammer des Rabbiners.
„In der Tat – Rabbi Löw aus Prag!“
„Ähhh… Heimlich… Rabbi Löw? Aus Prag? Sie erzählen mir jetzt nicht, daß Sie…“
„…einen Golem gebaut haben! Doch!“ fiel er mir ins Wort.
Ich mußte beidhändig facepalmen und mich auf dem Tisch abstützen.
„Besser gesagt einen Go-lehm, höhö!“ – mein Geheimdienstchef versuchte tatsächlich witzig zu sein. Er war aufgesanden und zu dem verhüllten Objekt in der Mitte der Halle gegangen. Er riß die dunkle Plane runter – und ein ca. 2 Meter großer junger Mann, ganz aus Lehm geformt, kam zum Vorschein.
„Ich präsentiere Ihnen mein Chef: unseren AfD!“
„AfD??? What the…?“
„Der „Anti-Faschistische Dennis“! Die Abkürzung ist selbstverständlich nur Tarnung!“
„Selbstveständlich!“ wiederholte ich mehr oder weniger entgeistert und kopfschüttelnd.
Der Golem hatte einen recht tumben Gesichtsausdruck. Ich war ebenfalls aufgestanden, und schritt einmal um den „Anti-Faschistischen Dennis“ herum.
„Und was kann der Knabe, wenn ich fragen darf, Dr. Heimlich?“
„Er tanzt!“
„Er tanzt? Heimlich… sind Sie noch ganz bei Trost? Sie wollen mir doch nicht ernsthaft weismachen, Sie hätten eine künstliche Lebensform aus Lehm erschaffen?“
„Doch, genau das möchte ich Ihnen sagen, mein Chef!“
„Mein lieber Dr. Heimlich – bei allem Respekt, aber ich glaube sie waren zu lange hier unten im Keller!“
„Ich möchte Sie gerne vom Gegenteil überzeugen, mein Chef!“
„ES IST NICHT MÖGLICH, eine künstliche Intelligenz aus Lehm zu formen!“ mir platzte der Kragen – die Sekretärin, die die ganze Zeit still neben uns gestanden hatte, zuckte unweigerlich zusammen.
„Besonders intelligent ist unser AfD auch nicht – da gleicht er sich durchaus seinen potentiellen Zielobjekten.“
antwortete Dr. Heimlich gelassen.
„Aber ich kann Ihre Zweifel gern mit einer Demonstration zerstreuen!“
„Na da bin ich ja mal jespannt!“ seufzte ich.
„Der Plan ist folgender“ hob Heimlich an „Wir lassen unseren AfD in einer Menschenmenge von demonstrierenden Nazis mitlaufen oder mitmarschieren.“
„Äh… entschuldigen Sie mich, wenn ich mich irre, aber braucht ein Golem nicht normalerweise nen Zettel mit nem hebräischen Fluch oder sowas zwischen den Zähnen?“ unterbrach ich ihn.
„Normalerweise schon, aber wir haben unseren AfD etwas modifiziert! Er reagiert auf akustische Schlüsselreize – Musik und Codeworte.“ Dr. Heimlich wandte sich an die Sekretärin „Fräulein von Ritzewitz, wären Sie bitte so freundlich?!“
Die Sekretärin eilte zu einer Hifi-Anlage, die auf Dr. Heimlichs Schreibtisch stand, legte eine CD in das CD-Fach, und drückte auf „play“, und drehte die Lautstärke auf Maximum.
Die Musik kam mir bekannt vor. „Ist das Skuderinka von Eisenfunk??“ rief ich.
„In der Tat, so ist es!“ bestätigte Dr. Heimlich schreiend zurück.
„AfD“ begann tatsächlich leicht, seinen Körper zu bewegen. Ich konnte es nicht glauben, und hätte es auch nicht geglaubt wenn ich es nicht mit eigenen Augen gesehen hätte.
„Passen Sie auf, was jetzt passiert!“ schrie Heimlich – und nahm ein kleines Funkmikrofon in die Hand, und sprach wohl über eine mit der Hifi-Anlage verbundene Lautsprecher in tiefster, lang gezogener Death-Dark-whatever-heavy-metal-Stimme die Worte „Ei so tanzt der Han-sel-mann!“
„AfD“ begann darauf hin, erst von einem Bein auf das andere zu hüpfen, bevor seine Bewegungen in eine Mischung von Pogo-Tanz und Breakdance übergingen. Es erinnerte stark an einen eppileptischen Anfall oder Veitstanz.
„Ist das nicht großartig?“ lachte Dr. Heimlich, sich die Ohren zuhaltend, denn der Lärm war entsetzlich. „Wenn der in der Mitte einer Nazi-Demo aktiviert wird, trifft er mit seinen Tritten und sonstigen Bewegungen alle umherstehenden!“
„AfD“ hatte sich von uns wegbewegt und vollführte die wahnwitzigsten Roundhouse-Kicks, und sprang sehr wild zum Takt der Musik in der großen Halle herum.
„Ich bin beeindruckt!“ rief ich Dr. Heimlich zu, wenngleich mit einem gewissen ironischen Unterton, der aber in der Musik unterging.
Allerdings schien „AfD“ in diesem Moment außer Kontrolle zu geraten: Er trat einen Aktenschrank am Rande der Halle um, und kam wild fuchtelnd und tanzend auf Heimlichs Schreibtisch zu getanzt: Heimlich, Fräulein von Ritzewitz und ich wichen ein Stück zurück.
Bei seiner nächsten Drehung um seine eigene Körperachse fegte der „Anti-Faschistische Dennis“ Heimlichs Schreibtischlampe von dessen Schreibtisch – das Kabel der Lampe verfing sich an „AfD“s Fuß, und bei der wiederum nächsten Drehung schleuderte er die Lampe als gefährliches Geschoß in unsere Richtung.
„Volle Deckung!“ rief ich noch, und warf mich mit Heimlich zu Boden.
Die Lampe landete mitten in dem großen Flachbildschrim, und verpaßte diesem eine ganz aparte Spider-App.
Fräulein von Ritzewitz versuchte panisch den CD-Player abzuschalten, aber aus irgendeinem Grund funktionierte das wohl nicht.
„Ich bekomm es nicht abgestellt!“ schrie sie hysterisch.
In diesem Augenblick hätte der tanzende Golem beinahe Heimlich und mich mit seinen Tritten getroffen.
„Nichts wie raus hier!“ schrie ich – und wir drei eilten zur Tür, ehe „AfD“ uns folgen konnte. Als Dr. Heimlich und seine Sekretärin hinter mir durch die Tür waren, warf ich diese zu. Fräulein von Ritzewitz tippte hastig einen Sperrcode in den Schließmechanismus neben dem Gesichtsscanner.
Drinnen lief die Musik weiter. Vorsichtig nahmen Heimlich und ich einen Blick durch das Sicherheitsglasfenster der Türe – nichts zu sehen. Bis auf einmal von oben(!) „AfD“s Gesicht im Takt der Musik gegen das Fenster donnerte. Wir erschreckten uns beinahe zu Tode.

Als ich mich wieder etwas gefaßt hatte, sah ich meinen Geheimdienstchef mit strenger Miene an:
„Heimlich… Sie haben einen Golem gebaut und wissen nicht, wie man ihn wieder abstellt?“
„Tja…nun… Rabbi Löw wollte uns das Geheimnis anvertrauen, wenn er wieder zurück ist. Er sagte er wolle nur mal kurz Luft schnappen!“ antwortete er kleinlaut. Aus der Halle drangen neben der Msuik wieder ein scheppern und dumpfe Schläge durch die Tür.
„Luft schnappen?! Der ist in ein Taxi gesteigen, Mann! Der will abhauen!“
Ich deutete auf Fräulein von Ritzewitz „Sie! Rufen sie beim Flughafen an, lassen Sie alles absperren. Und beim Hauptbahnhof! Ich will diesen Rabbi wiederhaben!“
Ich sah wieder vorsichtig durch das Sicherheitsglas in der Tür. Golem „Dennis“ tanzte gerade Dr. Heimlichs Schreibtisch zu Kleinholz.
„Wie lange tanzt der denn noch?“ fragte ich.
„Ähm… ich fürchte…“ Fräulein von Ritzewitz vestummte wieder kleinlaut.
„Was? Mädchen, sprich!“
„Nunja…ich fürchte, ich habe eben versehentlich auf auto-repeat gedrückt…“
„ICH FASS ES NICHT! – Das heißt wir haben jetzt bis in alle Ewigkeit nen tanzenden Golem im Keller von unserem Geheimdienst?“
„Nunja…wir könnten im ganzen Gebäude den Strom abschalten…“ sinnierte Dr. Heimlich.
„Heimlich, das geht nicht – mein ganzer Twitteraccount hängt an der Geheimdienstzentrale. Wollen Sie mich mit aller Gewalt auf 0 Follower setzen, oder was?“
„Nein, natürlich nicht, mein Chef!“
„Ist die Türe sicher genug?“
„Das sind 10cm Kruppstahl!“
„Hm…das sollte ja wohl reichen, das er nicht raus kann!“ murmelte ich mehr zu mir selbst – mir kam da eine Rettungsgedanke.
„Wenn das so ist, dann haben wir ja das Problem erstmal unter Kontrolle…“
„Was haben Sie vor, Chef?“
„Mir fällt da jemand ein, der uns vielleicht helfen kann – ein Studienkollege von mir ist Experte für Zombies – der wird vielleicht auch was gegen Golems in der Hand haben. Das dumme ist nur: Ich hab eigentlich keine Zeit, ich hatte heute Vormittag noch etwas anderes vor.“
„Ich werde ein paar Wachen hier vor die Tür stellen lassen, und abwarten!“ antwortete Dr. Heimlich beflissen.
„Tun Sie das! Gehen Sie mit ihrer Sekretärin in ihr Büro – ich meld mich, sobald ich wieder da bin. Ein paar Stunden wird das aber dauern!“
Dr.Heimlich lugte noch einmal durch das Fenster der Tür – „solange werden wir das schon aushalten…“

Ich verabschiedete mich, und hatte es eilig, das Hauptqaurtier meines Geheimdienstes zu verlassen. Ich hatte in der Tat an diesem Vormittag etwas anderes vor.
Das letzte, was ich jetzt gebrauchen konnte, war ein tanzender Golem. Aber nun gut.

(to be continued…)

Ein Gedanke zu “Die Advents/Weihnachtsfolge Teil 1

  1. Pingback: Rubber, Rabbits and the MagicWand – Teil 6 | senior525's Blog

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s