Das 104. Kamel – Bäder Lesben und Delphine Teil 11

Ich wußte nun, wer das war. Mit einem mal war mir klar, wer auf dem 104. Kamel saß, und wer uns vorausgeritten war. Ich ging der reitenden Gestalt ein paar Schritte entgegen. Das Kamel kniete nieder, die Gestalt sprang aus dem Sattel. Auch sie trat mir entgegen.
Dann nahm sie den schwarzen Schleier vom Gesicht herunter.
Ich blickte in zwei smaragdgrüne Augen – die zu einem sehr hellen Gesicht mit Sommersprossen gehörten, das von rot-blonden Haaren eingerahmt wurde:
Sally.

„Hallo Martin.“ sagte sie. Ihre Stimme klang weicher, als ich sie in Erinnerung hatte. Bei genauerem Hinsehen, erkannte ich daß ihr Gesicht eingefallener war – ihre Krebserkrankung war ihr anzusehen. „lange nicht mehr gesehen!“
Ich war im ersten Moment perplex, obwohl ich niemand anderes als sie erwartet hatte, seit dem ich sie jetzt oben auf der Düne gesehen hatte.
„Hallo Sally. Wie geht’s dir?“ (mir fiel nicht wirklich was intelligenteres ein).
„Beschissen, wie immer.“ Sie lächelte. Selbstironie war nicht unbedingt ihre Stärke.
„Was machst du hier?“
„Ich bin hier um euch den Arsch zu retten!“
„Also meinen Arsch hat eben Johanna gerettet…“
„Habs gesehen – aber komm, gehen wir zu den anderen. Meine liebe Göttergattin wird sich sicher freuen.“

Bislang hatte sie so dicht vor mir gestanden, das die anderen Sallys Gesicht nicht hatten sehen können.
„Sally! Was…was machst DU hier?!“ rief Kerstin völlig fassungslos – ihre Frau von oben bis unten anguckend – fast noch so als zweifle sie an dem, was sie da sah.
„Das hat Martin mich grad auch schon gefragt.“ grinste die gefragte.
Johanna stand nur mit offenem Mund da, und schaute erst Sally und dann mich an. Ich konnte ja auch nur mit den Schultern zucken.
„Weitwinkel! Sie können die Augen jetzt wieder auf machen!“ – ich gab meinem Reichskassenwart einen Klaps auf die Schulter, so das seine Ohren sich wieder nach oben bogen.
Sally setzte sich auf den Boden, und wir anderen setzten uns dazu.
„Wir haben nicht viel Zeit.Deshalb hört ihr mir jetzt mal bitte zu!“
„Ich kann es nicht fassen das du hier bist! Ich dachte du bist zu Hause, weil du so schwach bist?!“ Kerstin war immer noch total von der Rolle.
„Mir ging es auch schon mal besser, Darling – besonders nach diesem scheiß Kamelritt. Meine Muschi glüht, als hätte ich mit der ganzen Kompanie Mädels dahinten gevögelt.“
„Moooment – Kamel?!“ Kerstin blickte zu Weitwinkel hinüber, der einen kleinlauten Eindruck machte.
„Weitwinkel – Sie wußten die ganze Zeit das Sally hier ist, und haben mir nichts gesagt?“ Kerstin war drauf und dran, dem armen Weitwinkel an die Gurgel zu gehen.
Der hob abwehrend die Hände, und verteidigte sich mit weinerlichem Ton: „Ich hab versprochen nichts zu sagen. Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen! Frau oConnor hat mich nur gebeten, eine Reitgelegenheit für sie zu organisieren! Also hab ich mit Teutel Kabelbaum vereinbart, daß sie eins der Kamele bekommt. Wenn man alleine reitet, kommt man schneller vorwärts! Mehr weiß ich aber wirklich nicht!“
„Also deswegen hatten wir ein Kamel zu wenig!“ dämmerte es Johanna.
„Ich hab doch gesagt, daß man sich auf Teutel Kabelbaum verlassen kann!“ sagte Weitwinkel, der nun froh war, sein Gewissen erleichtert zu haben.
Sally hob beschwichtigend die Hände: „Apropos Kabelbaum: Ihr glaubt doch nicht allen Ernstes, das Donald Trump eine Atombombe auf Mekka werfen läßt. Und das von einem geheimen US-Stützpunkt und nur ihm treu ergebenen Kommandanten aus, oder? Und ihr glaubt doch nicht, daß der Mossad euch allen ernstes wegen dieser Story Kamele zur Verfügung stellt, oder?“
„Es gibt gar keine Atombombe dahinten in dem Stützpunkt?“ wollte ich wissen.
„Doch. Und die soll auch irgendwo abgeworfen werden. Und das letzte was der Mossad will, ist, daß das hier im Nahen Osten passiert. Aber es ist nicht Trump, der diesen Plan hat oder hatte. Trump ist ein Immobilienmogul – er besitzt selbst in Mekka mehrere Hotels. Außerdem hat er dem saudischen Königshaus in Riad einen neuen Sommerpalast spendiert – einfach so als Geschenk.“
„Stimmt – ich erinnere mich: „die neue Scheichskanzlei“!“wunderte sich Kerstin. „so stands zumindest auf SpiegelOnline.“
„Und ich erinnere mich auch“ jubelte Weitwinkel etwas verlegen – wir sahen ihn alle an.
„Die Die Gartenanlagen dieser neuen Scheichskanzlei mit ihren fabelhaften Zitronenbäumen waren in der vorletzten Ausgabe vom Lime-Magazine!“ er strahlte bis über beide Ohren „Wie konnte ich das nur vergessen?“
Kerstin, Johanna und ich rollten mit den Augen und seufzten.
Sally starrte Weitwinkel nur einen Moment lang konsterniert an, und brachte ein lang gedehntes „What. Ever.?!“ hervor.
Dann besann sie sich wieder, und fuhr fort: „Trump hat kein Interesse, sich den Ast wegzubomben auf dem er sitzt. Aber der Daesh schon.“
„Daesh…moment?“ Johanna sah Sally mit zweifelndem Blick an.
„Yep… der IS!“ bestätigte Sally. „Die bekommen ja in letzter Zeit in Syrien und im Irak immer mehr eins auf die Mütze – also haben diese kamelfickenden Gottesficker beschlossen, das sie mit einer geklauten Atombombe sich und ein paar hunderttausend andere Menschen direkt ins Paradies bomben. Ob hier oder in Europa weiß ich nicht.“
Sie machte eine Pause – jetzt mußte ich das doch mal rekapitulieren: „Moment mal, Sally. Bitte der Reihe nach:
Erstens: woher weißt du das? Zweitens: seit wann weißt du das? Und Drittens: Warum sind wir hier? Und viertens: Warum hast du uns alle nicht vorher eingeweiht?“
„Also: erstens: ich hatte ja nun viel Zeit in diversen Krankenhäusern und auf diversen Yachten, die über die Ozeane gondeln.“ Ihr Blick ging etwas abfällig zu ihrer Frau.
„Ey – das hab ich für dich gemacht, du Miststück! Ich dachte, wir machen uns ne schöne Zeit und sehen noch was von der Welt bevor…“ Kerstin verstummte.
„Bevor ich abkratze, Schätzchen? Ist es das, was du sagen wolltest?…Naja jedenfalls hatte ich genug Zeit, um mich einmal durch das ganze Internet zu lesen. Wenn man einmal in den richtigen Foren drin ist, erfährt man viel. Auch wenn dieses scheiß arabisch sich für mich immer noch anhört, wie wenn ne Badewanne leer läuft.“
Sie sah uns der Reihe nach an, dann fuhr sie fort: „Und ich weiß das erst seit drei-vier Monaten. Und da ich langsam nen Bootskoller hatte, wollte ich was gegen diese Bedrohung tun – weil ich eh was mehr Action brauche. Ich hab ja nicht mehr so viel Zeit…. mein Problem war nur Wie stell ich es am besten an?“
„Warum hast du mir nicht bescheid gesagt?“ fragte Kerstin.
„Weil du mich liebst, Schätzchen. Du hättest niemals zugestimmt, wenn ich dich gebeten hätte, Martins Armee gegen den IS kämpfen zu lassen, oder gar das ZA dafür einzusetzen. Wenns nach dir und Dr. Heimlich gegangen wär, würden wir alle abwarten, bis sich Putin und die USA, unter welchem Präsidenten auch immer, drum kloppen wer die IS-Araber vergasen darf – wenns dann nicht schon zu spät ist. Also hab ich Dr. Heimlich das mit den Delphinen und das mit der Atombombe gesteckt.“
„Moment – Heimlich hatte seine Informationen doch von den Russen, oder etwa nicht?“ fragte ich mich – ich erinnerte mich an die russische Kiste in unserem Besprechungsraum, und den Wodka, der aus den Leitungen kam.
Sally grinste mich an. „Sagt dir der Name Ludmilla was, Martin?“
„Bitte was?“
„Glaubst du, du bist der einzige, der einer scharfen, geilen Russin die Fotze auslecken kann?“
Ich facepalmte.
„Ich hab über Ludmilla die Story, das Trump scharf auf die Atombombe ist, glaubhaft an Dr. Heimlich weiterleiten können. Er konnte gar nicht anders, als einen Plan zu entwickeln. Er hat das einfach so geschluckt. Je blöder die Geschichte, desto eher wird sie geglaubt. Natürlich würde er einen absolut bescheuerten Plan entwickeln, der geradezu danach schreien muß, das Kerstin dazwischen geht, und nen besseren Plan hat.“
Kerstin sah Sally nur mit einem verständnislosen Kopfschütteln an.
„Und als meine liebe Göttergattin dann auch tatsächlich von Dr. Heimlich um Hilfe gebeten wurde, war das mein Ticket runter von diesem Boot, rein ins große Abenteuer. Ich kenne euch alle viel zu gut, und wußte, das ihr Johanna und das ZA einen amerikanischen Stützpunkt überfallen laßt. Martin, du hättest einem Einsatz des ZA gegen den IS wahrscheinlich nie zugestimmt, oder?“
„Wahrscheinlich nicht.“
„Siehst du. Das ZA braucht aber einen Einsatz um weiter zu bestehen – die Frist läuft doch ab, oder? Und Kerstin hat genau das gemacht, was ich erwartet hab. Das euch euer Kapitän krank wird, konnte ich nicht wissen. Auch nicht, das Kerstin und du, Martin, hier sein werdet – oder Weitwinkel mit seinen Karnickeln.“
„Aber du wußtest, daß das ZA hier auf IS-Kämpfer stoßen wird?“
„Ja – Kabelbaum hat mir ne Menge Informationen vom Mossad überlassen. Darunter auch das genau wann, wie und wo. Und deshalb sind wir heute genau hier an diesem Ort und zu dieser Zeit. Die Präsidentenwahl in den USA stehlt bald an – nichts paßt besser, um Haß zu schüren, als wenn bekannt wird, daß IS-Kämpfer einen US-Stütgzpunkt überfallen haben, und eine Atombombe in der Hand haben!“
„Moment, Sally – wir sind hier in Saudi-Arabien. Der IS ist doch im Irak und in Syrien aktiv…?“
Kerstin antwortete statt dessen: „Der IS rekrutiert sich aber zum Großteil auch aus saudischen Wahabiten- rate mal, wer den Zirkus finanziert… bestimmt nicht die paar deutschen Fußgängerzonenkoranverkäufer.“
„Und eben darum haben wir es hier mit Saudis vom IS zu tun“ ergänzte Sally „Fanatisierte Studenten mit viel Geld und Freizeit, Polizeiangehörige, Armee-Angehörige, Nationalgarde – das sind keine Terror-Touristen die sich irgendwo in Syrien oder im Irak auf ihre eigenen Haßvideos einen runterholen, das hier sind Profis – anders wärs ihnen auch nicht gelungen, einen US-Stützpunkt zu überfallen. Sie kamen als Verbündete, und haben letzte Nacht ein Blutbad unter den Amerikanern angerichtet.Wenn ich richtig gezählt hab, waren es so an die zweihundert!“
Das war also das dumpfe Grollen, das ich letzte Nacht gehört hatte! Aber ich war entsetzt:
„Zweihundert?!? Das sind soppelt so viele wie wir!“
„Tja…Kabelbaum meinte, es wären allenfalls hundert Verdächtige, die für so nen Überfall in Frage kommen, aber es waren mehr, sorry…“ mußte Sally zugeben.

Johanna war wutschnaubend aufgestanden: „Das heißt also mit anderen Worten: Du läßt das ZA ins offene Messer laufen? Anstatt einigermaßen westlich-zivilisierte Soldaten zu überfallen, haben wir es dahinten mit einer Übermacht von fanatisierten Gotteskriegern zu tun, ja? Das wird das reinste Gemetzel!“ sie trat an Sally heran, die sich ebenso wie wir anderen wieder erhoben hatte, nahm sie am Kragen und schrie sie an: „…und durch deine Geheimniskrämerei sind wir jetzt in größerer Gefahr als notwendig! Und was noch dazu kommt: Martin wäre beinahe in die Luft geflogen!“
Oh jeh…mir schwante nichts gutes. Denn Sally ließ das nicht auf sich sitzen. Mit ruhiger, aber giftiger Stimme antwortete sie: „Das ZA fürchtet Gott, sonst nichts auf der Welt! Wenn sich die Mädels dahinten vor Angst in die Hosen machen, dann liegt das vielleicht an einer etwa zu laschen und weichen Führung in den letzten Jahren…?“
(Oh oh oh…)
Johanna war drauf und dran, Sally eine runter zu hauen, und konnte sich nur mühsam zurückhalten: „Sally Alexis oConnor – ich habe dir jahrelang die Treue gehalten, ich hab die Kampfabteilungen des ZA aufgebaut, ich hab dich sogar noch unterstützt als du angefangen hast Scheiße zu bauen. Dann hat Martin dich entlassen, und im Nachhinein war das auch gut so – auch wenn ich das damals nicht verstanden hab. Das du Krebs bekommen hast, tut mir Leid – und eigentlich hab ich dich gern und will dich als Freundin nicht verlieren. Aber du fängst schon wieder an Scheiße zu bauen, und wir sind alle mittendrin!“
Sie ließ Sallys Kragen los, auch weil Kerstin nun dazwischen ging. Johanna atmete einmal tief ein und aus und stapfte in Richtung unserer Truppe.
„Wo willst du hin?“ fragte Kerstin.
Johanna blieb kurz stehen, drehte sich um, und rief ärgerlich: „Ich werde jetzt mein Team versammeln und es Gottesfurcht lehren…!“
Im weggehen rief sie noch einmal laut „Scheiße!“, und kickte mit diesem Wort einen kleinen Stein aus ihrem Weg.
Nun nahm sich Kerstin Sally vor: „Darling…alles was Johanna gesagt hat, stimmt verdammt nochmal!“ auch sie war verärgert. „Du hättest mir bescheid sagen sollen..du hättest mir..“
„Ich hätte auf mit dir auf der Segelyacht auf meinen Tod warten sollen, und das ZA eingehenn lassen sollen, ja?“
Nun wurd mir das dann doch etwas zu viel:
„Mädels! Hört mal…!“
Beide drehten sich zu mir um, und schrieen mich an: „Martin, halt dich da raus!“
Weiber! – zicken sich gegenseitig an, und wenn man dann als Mann dazwischen gehen will, halten sie zusammen. Gnaaaarf. Aber nicht mit mir. Nicht hier, und nicht jetzt.
Ich griff schneller als die beiden reagieren konnten ihre Handgelenke, und drückte fest zu.
„Ihrrrr zwei! Ihr kommt jetzt mit – ich bin es satt!“ und zog beide hinter mir her. Weitwinkel hatte die ganze Zeit stumm dabei gestanden, und den Eindruck erweckt, er sei im stehen eingeschlafen. Nur tappste er mit geschlossenen Augen hinter uns her, nicht ohne zu bemerken: „Die Damen sind wohl etwas angespannt. Möchte jemand ein Zitronenbonbon?“
Zu Kerstin und Sally raunzte ich nur: „Ihr könnt froh sein, das ihr meine besten lesbischen Freundinnen seid, sonst würd ich euch beiden mit Gürtel und Reitgerte den Arsch versohlen!“
„Aua…Martin…laß los…ich bin nicht in deiner twitter-Timeline!“
„Schnauze Kerstin! Ich hab mir diesen Schwachsinn jetzt hier lang genug angesehen! Das gilt auch für dich, Sally!…. Johanna!“
Wir hatten unsere Truppe wieder erreicht, und die gefragte kam auf uns zu. „Ich hab die Mädels über die neue Situation aufgeklärt – auch ihre Leute, Weitwinkel!“
„Schön!“ ich ließ Kerstin und Sally los, und wandte mich an die ganze Truppe:
„Alle mal herhören! Für die heutige Operation ernenne ich Frau Sally oConnor vorübergehend wieder zur Oberlesbe des ZA, und sie wird gleichberechtigt mit Frau Maier und mir den Einsatz führen! Haben das alle verstanden!“
Es war kein Widerspruch zu hören.
Johanna kam auf mich zu, und zischte mir ins Ohr, so daß es niemand anderes hören konnte:
„Martin! Was soll das? Du enthebst mich dem Kommando – vor meinen Mädchen?“
„Johanna – ich enthebe dich nicht, ich hab dir nur Sally oben drauf gesetzt. Wir brauchen Sie. Du führst nicht zu lasch oder zu weich, aber für diesen Einsatz braucht die Truppe fanatischen Haß. Ich hätte wirklich nie zugestimmt, das die Mädels vom ZA gegen IS-Terroristen kämpfen. Aber jetzt brauchen wir Sallys Anarchie – du bist einfach „zu professionell“ – wenn du verstehst, was ich meine.“
Sie wollte noch etwas sagen, aber ich schnitt ihr das Wort ab „Keine Widerrede. Es ist nur für diesen Einsatz, versprochen!“
Trotzig nahm sie Haltung an, und salutierte: „Jawohl mein Chef!“
„So – und jetzt zu dir Sally: Du hast den Überfall heute Nacht hier mitbekommen, oder?“
„Ja, hab mir das Feuerwerk angesehen.“
„Also – wie sind die in den Stützpunkt rein? Ich hab keine Lust heute nochmal auf eine Mine zu treten.“
„Der Minengürtel ist hufeisenförmig um den Stützpunkt. Die Habbacks sind über die Zufahrtsstraße zum Tor rein.“
Johanna brummte unzufrieden – „genau DA wollt ich nicht rein. Aber gut, is jetzt auch egal!“
Sally legte ihren Arm auf Johannas Schulter:
„Hanny…wir rocken das schon!…wie in alten Zeiten!…Haben die Mädels immer noch das kleine rote Notfallpaket in ihrer Ausrüstung?“
„Äh ja…?!“ Ich hatte keine Ahnung wovon Sally sprach, und Johanna schien sich auch zu wundern.
„Und jedes Girl hat ein drahtlos Headset, und du hast den Kompanieplayer, oder?“
„Jaaa…“ Johanna schien etwas zu dämmern.
„Kannst du pfeiffen, Johanna?“
„Gewiß kann ich das!“ Johanna begann zu grinsen, und blickte Sally an: „Sabaton?“
„Sabaton! – Aber erst auf mein Zeichen!“
Offenbar hatten ihre gemeinsame „Kampflesben“-Wellenlänge wiedergefunden. Weitwinkel und Kerstin hatten sich abseits gehalten, und inspizierten die Marine-Infanterie-Hasen.
Die Mädels des ZA hatten etwas undiszipliniert herumgestanden und gesessen und abgewartet. Nun schritt Sally auf sie zu. (Ich persönlich habe eine gewisse Aversion gegen pathetische Reden, und hoffte, das Sally es kurz machen würde)
„Mädchen des ZA!
Ich hab euch etwas zu sagen. Ich muß keiner von euch einen Vortrag über gut und böse halten. Ich muß auch keiner hier etwas über Sinn und Unsinn erzählen. Ihr seid freiwillig hier.
Ihr seid freiwillig im ZA – um zu kämpfen. Um zu verhindern, daß es es eine Welt gibt, in der die Frauen unterdrückt werden. Um zu verhindern, das unschuldige Menschen sterben. Ihr wollt alle nicht in einer Welt leben, in der sich lesbsiche Frauen und Mädchen zurückhalten müssen, in der überhaupt Frauen, Mädchen, Mütter und Töchter unterdrückt werden – entweder von selbsternannten Gotteskriegern hier im Orient oder stramm konservativen Politikern im Westen. Und deswegen“
Sie streckte ihren rechten Arm in Richtung des Stützpunktes „Deswegen werden wir verhindern, das islamistische Terroristen eine Atombombe in ihre Hand bekommen. Sie werden weder ihren Gottesstaat errichten, noch Unschuldige Frauen und Kinder töten! Uns sie werden dadurch auch nicht denjenigen westlichen Politikern die Munition liefern, den Haß zu schüren. Denn diese Politiker vertreten genau so ein frauenfeindliches Menschenbild. Und das werden wir heute – das werdet IHR heute hier verhindern! Erinnert euch an das, was ihr seid: Kampf-Lesben! You are MY chosen girls! Do you understand?!“
Sie machte eine abwartende Pause, und blickte den Mädchen, die ihr als nächstes standen, ins Gesicht.
„Und deshalb werdet ihr, meine lieben bitches, jetzt alle das kleine rote Vorratspaket aus euren Verpflegungsbeuteln nehmen, und die ganze Ration essen! Aber vorher setzt ihr euch bitte alle eure Headsets auf – es gibt Musikbeschallung! Na los!“
Die Mädels taten, wie ihnen anbefohlen.
Mir dämmerte zum einen was es mit diesen Headsets und dem „Kompanieplayer“ auf sich hatte: Johanna hatte einen mp3-Player, der mit Blauzahn-Technologie wohl motivierende Musik in jedes Ohr funken sollte.
Zum anderen: Ich hatte diese roten Verpflegungspakete sehr im Verdacht, das sie „Panzerschokolade“ enthielten. Das Zeug enthielt neben Koffein auch Pervitin. (Also die heute noch immer erhältliche Schokacola enthält das natürlich nicht, aber das Originalrezept der „Panzerschokolade“ aus den 40er Jahren schon. Und so, wie ich Sally, Johanna und das ZA kannte – war das hier Schokolade nach dem Originalrezept – wahrscheinlich mit einem extra Schuß „mehr“ von dem Zeugs…! /o\)
Ich konnte nicht mehr verhindern, daß die 50 Mädels ihre Schokoriegel kauten.
Mir entwich nur ein „Oh mein Gott“ – keine 5 Minuten hatte es gedauert und Sally hatte aus dem ZA wieder das gemacht was es in den „alten Zeiten“ war: eine Bande zugedröhnter schießwütiger Frauen!
Sie gab Johanna ein Zeichen, und die knipste ein kleines Gerät an: der Kompanieplayer.
Bei den jungen Damen stellte sich auch umgehend allenthalben ein gepflegtes Headbangen ein.
Das rief Kerstin auf den Plan: „Oh…Sabaton..cool!“ grinste sie, und stöpselte sich auch einen kleinen Knopf ins Ohr. Immerhin hatte sie nichts von der Panzerschokolade gegessen.
Für einen Moment schien es mir, als würde das ganze hier – wieder einmal- gewaltig aus dem Ruder laufen.
Weitwinkel trat an mich heran: „Mein Chef… was essen die Damen denn da für Schokolade?“
„Das ist was zum Mut machen, Weitwinkel – da ist Pervitin drin.“
„Können meine Marine-Infanteristen und ich auch etwas davon abbekommen?“ fragte er mit traurigem Unterton. Offenbar lockte ihn das Wort „Schokolade“.
„Naahahaeinnn! Weitwinkel – Pervitin, das ist Chrystal-Meth! Niiieeemand will ihre Kampfkaninchen auf nem Chrystal-Meth-Trip! Glauben Sie mir!“
„Was ist Kristall-Mett?“
Ich facepalmte. „Nicht Kristall-Mett: Chrystal-Meth! Das ist eine gefährliche Droge. Amerikanische Volksschullehrer brauen sowas in ihrer Garage, um damit Geld zu verdienen und um Hauptfiguren in Fernsehserien zu werden!“
„Oh Gott…wie furchtbrar!“
„Ja genau…Furchtbar. Und das wird hier auch gleich ganz furchtbar, wenn die Wirkung einsetzt und wir noch nicht vom Fleck gekommen sind!“
„Schade, keine Schokolade…“ seufzte er.
Ich hatte jetzt andere Sorgen: „Sally! Auf geht’s – führ uns zu der Zugangsstraße“

Wir verließen die Senke, die beinahe mein Grab geworden wäre, und zogen 500 Meter weit einen Bogen durch die Dünen, bis wir an die Straße kamen, die in den Stützpunkt führte. Johannas Plan war ja ursprünglich gewesen, das wir uns heimlich durch den Zaun einsickern lassen wollten. Nun, da die Amerikaner wohl alle tot waren, und nun 200 Terroristen sich dort aufhielten, konnten wir ebenso den Haupteingang nehmen.

Als wir an die Straße kamen, – wir waren so ca. 200 Meter vor dem Einfahrtstor des Stützpunktes – duckten wir uns alle in den Straßengraben. Ich holte wieder einmal mein Fernglas heraus: ungefähr auf halber Strecke war ein Wärter-Häuschen, wo sich wohl der Wachposten der Amerikaner befunden hatte. Wie ich erkennen konnte, lagen dort drei Tote US-Soldaten vor dem Häuschen, das Einschußlöcher in der Wand aufwies.
„Wenn wir die überraschen wollen, müssen wir mindestens bis zu der Bude da vorne kommen!“ murmelte ich.
Neben mir kauerte Kerstin. „Ich gehe!“ sagte sie bestimmt, und zog einen Dolch und ihre Pistole.
Sally und Johanna wollten protestieren – aber ich unterbrach sie schon vorher: „Nix da! Wir sind hier alle gleichberechtigt! Jeder darf mal! Wir lassen euch noch genug übrig!“
„Moment –wir?“ Kerstin sah mich an.
„Ja wir! Keine Widerrede! Wir zwei schleichen bis an die Bude, und wenn wir sicher sind das dort niemand ist, kommen die anderen nach! Verstanden?“
„Aber…“
„Nix aber! Wer ist hier der Chef?“
„Du, Martin!“
„So isses! …also: vamos!“
Das war zwar keinem der anwesenden recht – aber egal.
Ich huschte also mit Kerstin 100 Meter weiter immer im Straßengraben, in der steten Gefahr entdeckt zu werden. Mein Gewehr hatte ich Johanna in die Hand gedrückt, und nur meine Luger mit.
Bei dem Wachhäuschen angekommen verlangsamten wir natürlich unsere Bewegungen, und schlichen uns geräuschlos bin an die Wand, unterhalb des Fenster, das den Blick in die Richtung freigab, aus der wir gerade gekommen waren. Ich krabbelte weiter um die Bude herum, bis ich die Straße einsehen konnte: Dort lagen drei tote Amerikaner – ihre Waffen waren ihnen offenbar weggenommen worden.
Kerstin war mir dicht auf den Fersen.
„Martin – ich glaub da sind zwei von denen drin, ich höre Stimmen.“ flüsterte sie mir ins Ohr.
„Warte!“ flüsterte ich ebenso zurück, und schlich unter das Fenster. Ganz langsam hob ich meinen Kopf, bis ich in den Innenraum sehen konnte: Tatsächlich, da saßen drei Araber auf dem Boden und palaverten. Jeder hatte eine saudische Uniform und eine Splitterschutzweste an – das waren nicht nur Terroristen, sondern übergelaufene Profis. Na das konnte ja noch heiter werden.
Schnell zog ich den Kopf wieder runter, und bedeuete Kerstin, das es drei anstatt nur zwei waren. Sie rollte mit den Augen, und steckte den Dolch wieder weg.
„Martin – ich schleiche einmal um die Bude rum, und warte auf der Vorderseite auf der anderen Türseite – du gehst hier rum. Bei drei stürmen wir rein.“
„Ok“ sagte ich nur, und schlich wieder nach vorne, diesemal ganz auf die Straßenseite. Ich wartete, bis Kerstin auf der anderen Seite erschien. Nun standen wir jeweils rechts und links der Eingangstür. Die Anspannung in ihren Augen war deutlich zu sehen – wahrscheinlich auch in meinen. Unsere Pistolen hielten wir entsichert mit beiden Händen fest umgriffen. Wir schauten uns in die Augen, und wußten: „bei drei!“
Sie zählte lautlos mit den Lippen runter, und bei „drei“ drehten wir uns in die Tür.
Was dann folgte, war eine leider notwendige Hinrichtung: Dem einen Araber schoß ich mit dem ersten Schuß direkt in die Stirn zwischen die Augen, so daß sich sein Gehirn wolkenartig an der Zimmerwand verteilte – was mir aber erst nach dem zweiten Schluß klar wurde, den ich unnötigerweise direkt hinterher gefeuert hatte.Kerstin hatte in der gleichen Zeit die beiden anderen ebenso „ausgeschaltet“ – wie das in der Bürokratensprache so verschleiert heißt. (Und dabei waren wir ja hier, um ideologischerweise etwas gegen die Verschleierung zu tun, wie Sally ja vorhin doziert hatte… Ach egal. Krieg ist immer scheiße –Opa hatte schon recht -.- )
Die Aktion hatte gerademal 3 Sekunden gedaurt – und dann war es wieder still. Seltsamerweise war mir nicht schlecht – im Gegenteil. Das mußte dieses Adrenalin sein. Ich sah zu Kerstin hinüber:
Die fummelte sich grad einen kleinen Plastikbeutel aus der Uniformtasche.
„Was bitte machst du da?“
„Martin, laß mich!“
„Och nee, Kerstin…bitte sag nicht das du jetzt damit wieder anfängst!“
Sie schüttete den Beutelinhalt, ein weißes Pulver, auf den Tisch der in dem Zimmerchen stand, hielt sich das linke Nasenloch zu, und schniefte mit dem rechten alles weg!
„Martin – keine Sorge. Das ist KKK.“
„KKK?“
„Kerstins Kampf-Kokain. Dein Weitwinkel hat doch für dein komisches Twittertreffen mehr als genug davon besorgt. Ich habe mir extra für diesen Moment was abgezweigt!“
Oh weh… es war nicht zu fassen! Das hier schockte mich ehrlich gesagt mehr, als den Araber umzulegen.
Mit noch etwas weißem Staub an der Nase, aber sonst fröhlich grinsend sagte sie zu mir: „Komm, holen wir die anderen heran!“
Wir liefen wieder in den Straßengraben in Deckung, und gaben Winkzeichen. Nach einer Weile kam unsere Truppe dann auch angehuscht.
Weitwinkel und Sally kamen heran.
„Die Amerikaner werden bald merken, das ihnen ein Stützpunkt fehlt – und die Araber da drinnen werden sich beeilein, die Atombomben aus den Sicherheitsbehältern zu bugsieren – wir müssen uns beeilen, Leute!“ meinte Sally, und wollte schon vorwärts stürmen. Weitwinkel hielt sie zurück:
„Ich hätte da einen Vorschlag!“
„Ich höre…“
„Mein Chef… glauben Sie, diese Terroristen haben schonmal ein Kaninchen gesehen?“
„Zumindest kein so großes wie Sie, Weitwinkel. Warum?“
„Nun – ich dachte, wenn meine Marine-Infanteristen und ich vor dem Tor erscheinen, erschrecken wir sie vielleicht allein durch unser Aussehen. Das würde es einfacher für die anderen machen. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, müssen wir zu dem Flugzeug-Hangar, wo sich die Bomben befinden. Meine Hasen und ich werden vorausstürmen, und sie werden uns folgen!“
„Das ist sehr tapfer von Ihnen, Weitwinkel!…Habt ihr das mitbekommen, Kerstin und Sa…“ ich drehte mich um: Meine Kriegsminsterin und meine ehemalige Innenmisterin und vorübergehend wieder-OberlesbeZA hingen eng umschlungen auf einander.
„Halloho! Mädels!…hier spielt die Musik!“
Ohne mich zu beachten, säuselte Sally „…. rrrr…Schätzchen…du hast wieder gekokst!“
„Wie in alten Zeiten!“ säuselte Kerstin ebenso zurück.
Und dann folgte ein leidenschaftlicher Kuß – etwas zu leidenschaftlich für meinen Geschmack. Halt, nein, nicht für meinen Geschmack, aber für die Situation, in der wir uns grade befanden.
„Haaalllooo! Hey ihr zwei!“
„Sorry!“ kam es von beiden wie aus einem Munde zurück.
„Also echt… Wir sind hier grade im Krieg, also reißt euch gefälligst etwas zusammen!… Weitwinkel- machen sie ihre Leute fertig und stürmen sie das Tor. Wir folgen ihnen auf Schritt und Tritt!“ (und gedanklich setzte ich noch ein „aber erstmal nur um Straßengraben!“ hinterher, da ich wenig Lust verspürte bald abzukratzen.)

Weitwinkel wandte sich zu seinen Marine-Infanterie-Hasen: „Seargant of the marines, parade your men!“ und dann zu mir, mit einem freudigen Strahlen im Gesicht: „DEN Satz wollte ich immer schon mal sagen, hihi!“
Und sprang, genau so wie seine Leute, vom Straßengraben auf die Straße:

Sie nahmen Aufstellung! In Doppelreihe, d.h. jeweiles 23 Mann nebeneinander in zwei Reihen hintereinander. Davor der Sergeant, ein Fähnrich mit Fahne [sic!] (Wooo zum Teufel hatten sie die denn die ganze Zeit versteckt gehabt??? (auf der Fahne, war wie schon weiter früher beschrieben, ein Hasenkopf und ein Anker)), sodann noch ein Trommler mit Trommel, und ein Dudelsackist. (ich weiß auch, daß das Pfeiffer heißt, aber Dudelsackist trifft denn anarschisten Nerv der Situation ziemlich gut).
Und vor diesen stand nun Athanasius Weitwinkel. In der rechten hatte er seine Luger gezogen, in der linken hielt er seinen Säbel – Salamanassar den IV. – über der linken Schulter geschultert.
„Fix Bajonetts!“ Kommandierte er nun – ein jeder Hase fummelte nun das Bajonett an die Gewehrmündung. (Daß das Bajonett am FG42 mehr ein nutzloses, 10cm weit hinausragendes schmales Stilett ist, naja. Er hielt sich immer hin an die Dienstvorschrift)
„Ohn mei Signäll – Kompanie will adt-wahnz!“
Der Trommler begann zu trommeln, der Dudelsackist begann zu dudeln. Langsames Marschtempo. Ich traute meinen Ohren nicht: die spielten doch ernsthaft „The British Grenadiers“ – oder vielmehr „The Snöffisch Grenadiers“. Die Marine-Infanterie-Hasen marschierten, nein, sie schritten auf Weitwinkels Zeichen hin in langsamen Tempo und in Formation unter seiner Führung dem Tor des Stützpunktes entgegen. Es war ein Bild wie aus den Tagen des Siebenjährigen Krieges oder aus der Schlacht von Waterloo.
„Ooooh…Weitwinkel…“ dachte ich nur, und hörte hinter mir Sally „Oh my gosh!“

Dann passierte etwas unvorhergesehenes: offenbar hatte sich eine vierte Wache der IS-Terroristen außerhalb des Stützpunktes befunden, und uns beobachtet. Eine Gestalt erhob sich plötzlich aus dem Straßengraben auf halber Strecke zwischen Weitwinkel und dem Eingangstor, und rannte auf das Tor zu.
(Das Tor war übrigens ein offenes Metallgatter, das aus den Angeln gesprengt worden war – zur rechten und zur linken schloß sich eine 2m hohe Betonmauer an, so das man nicht ins innere des Stützpunktes sehen konnte)
Ich hörte noch, wie Weitwinkel kommandierte:
„Mäik rrrräddie!“
Die Hasen nahmen ihre Gewehre in den Anschlag. Dann nahm er seinen Säbel, und mit dem Wort „Feier!“ ließ er ihn einmal zu Boden sausen – und jeder der snöffischen Marine-Infanterie-Hasen gab genau einen Schuß ab! Obwohl jeder von ihnen ein automatisches Gewehr mit 20 Schuß Munition hatte, und eine ganze Salve hätte feuern können – jeder gab nur einen Schuß ab. Ich facepalmte. Wie schon so oft.
Den weglaufenden Terroristen interessierte das nicht mehr, der fiel von mehreren Schüssen tödlich in den Rücken getroffen der Länge nach zu Boden.
Weitwinkel nahm wieder seinen Säbel, Salamanassar den IV., riß ihn in die Höhe, und begann nicht zu laufen, sondern in Richtung des Tores zu rennen und rief „Chaaaaaarge!“
Ich sah von hinten noch, wie Dudelsack und Trommel zu Rechten wie zur Linken in den Straßengraben flogen, und seine Männer ihm (immer noch in Formation!) rennend hinterher folgten. Ebenfalls mit lautem Kampfgeschrei. Naja – so laut eben ansonsten stumme nuschelnde Hasen eben Kampfgeschrei ausstoßen können. Es sah unfreiwillig komisch aus, diese Truppe in Richtung feind hoppelnd zu sehen.
Die Marine-Infanterie-Hasen hatten fast das Tor erreicht, als hintermir Sally aufsprang, Johanna aufsprang, Kerstin und die ZA-Mädels aufsprangen:
„Los Hinterher, ihr bitcheeees!“ schrie Sally „Chosen Girls to meee!….Dont let the rabbits do the job allone!“ – und kurz darauf sah ich viele hübsche junge Frauen, wenngleich auf Droge und mit Sabaton auf den Ohren, an mir vorbei rennen – in ziemlich wilder Formation. Das sah von hinten schon etwas ästhetischer aus- zugegeben. Aber mit meinem rheinischen Bierbäuchlein hatte ich Mühe Schritt zu halten. Neben mir lief Daniela Kunstler, die Sanitäterin. Sie zwinkerte mir zu, aber in einer Art und Weise…nunja… unter anderen Umständen hätte ich das als „komm laß uns ficken“ gedeutet. Aber jetzt war wohl nicht die Zeit dafür.
Als ich mit den Mädels das Tor erreichte, war Weitwinkel mit seinen Hasen gerade eingedrungen, und man hörte wilde arabische Schreie, eine Menge Schüsse und die ersten Handgranaten detonierten.

…to be continued…

WERBUNG IN EIGENER SACHE:

Wer den Athanasius Weitwinkel im Angriff gegen die IS-Terroristen nachspielen möchte, kann dies hier tun:

http://gamejolt.com/games/weitwinkels-abenteuer/205662

Ich habe aus Langeweile (…) mein erstes 2D jump & run Spiel programmiert. Es ist nicht perfekt – es soll lediglich ein „Zuckerli“ für die aufmerksamen Leser sein 🙂

1. TASTATURBELEGUNG

-> rechts
up ^ springen
strg L schießen
alt L Säbel / Granate (nur im Sprung)
G Wechsel Säbel / Granate
H Feuermodus(Einzel / Salve)
Z gesammelte Healthkits benutzen
SPACE Musik an/aus
esc Menü

2. LEVELAUFBAU
Um ein anders als das Standardlevel aufgebautes Level zu generieren, ist es erforderlich,
bei Levelbeginn nach links in den Tod zu springen.

3. Sonstiges
Dieses Spiel wurde nach Anleitung der youtube-Tutorial-Reihe von Hummelwalker Carsten Seifert entwickelt.
Die Grafiken, mit Ausnahme der health-Bar stammen von mir.

Martin Mundorf, November 2016

 

WEITERLESEN: letzter Teil hier: https://senior525.wordpress.com/2016/11/20/das-104-kamel-baeder-lesben-und-delphine-teil-12-ende/

3 Gedanken zu “Das 104. Kamel – Bäder Lesben und Delphine Teil 11

  1. Pingback: Das 104. Kamel – Bäder Lesben und Delphine Teil 10 | senior525's Blog

  2. Mit diesem Plottwist habe ich nicht gerechnet. Im Nachhinein macht es aber Sinn. Ich liebe ja auch die vielen kleinen Details und Anspielungen, die überall im Text zu finden sind und habe mich an vielen Stellen wieder köstlich amüsiert.

    Und die Spannung steigt 🙂

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