Rubber, Rabbits and the MagicWand – Teil 3a

Fortsetzung von Teil 2

Irgendwo im südchinesischen Meer: Der „Khedive“, ein wahrer Leviathan der Meere, rauscht mit Höchstgeschwindigkeit Richtung Süden, um möglichst schnell großen Abstand zum chinesischen Festland zu bekommen.
Was ehemals ein Sternenkreuzer des Imperiums war, pflügt nun angetrieben durch 2 MAN Schiffsdiesel durch die Wogen.

Auf der Brücke standen Weitwinkel und Johanna bei einer Tasse Kaffe zusammen.
Weiterhin stand ein Capybara (Wasserschwein) in Marineuniform. Der erste Wachoffizier namens José-Antonio. Am Ruder: Günther der Hase. Ebenfalls in Marineuniform.
José-Antonio betrachtete durch sein Fernglas den weiten Ozean.
Johanna nahm Weitwinkel etwas beiseite:
„Ich glaube, ich sollte mich nun endlich mal bei Ihnen bedanken, daß sie mich da heraus geholt haben, Weitwinkel.“
„Keine Ursache. Gern geschehen.“
„Ich habe da allerdings noch ein kleines Problem…“
„Und das wäre?“
„Nun…wissen Sie…diese MagicWands.“
„…Die Damenmassagestäbe?“
„Genau… Wir haben keinen Lieferanten für Kautschuk. Sie haben doch die Abbildung gesehen. Oben der Knubbel. Der ist ist aus Gummi. Der Hautverträglichkeit halber aus Naturkautschuk. Den Lieferant, den Sally damals an Land gezogen hatte, ist abgesprungen. Wir haben jetzt zwar die Elektromotoren…aber uns fehlt das Gummi.“
Johanna hatte nochmal den Flyer aus der Tasche gezogen, auf dem der MagicWand abgebildet war.
Weitwinkel besah sich das Bild nochmals… „hümpfenmümpf…ich werde den Verdacht nicht los, das ich so etwas schon mal gesehen habe… ich frage mich nur wo…und wann…“ er kratzte sich am Hinterkopf.
„Sie brauchen Kautschuk, sagen Sie?“
„Ja… am besten einen exklusiven Hersteller.“ antwortete Johanna.
„Hmmm…da bin ich auch überfragt…mümpf…aber ich werde mal in mein schlaues Buch schauen, da steht…“
Weitwinkel wurde von José-Antonio, dem Capybara und Wachoffizier unterbrochen: „Ayayay…Senor Weitwinkel…los Chinos…nos están atacando!“ er deutete zum Horizont, wo sich zwei chinesische Düsenjäger mit großer Geschwindigkeit tief über dem Wasser schnell näherten.

„What the fuck..?!“ entfuhr es Johanna „Ist der Polizeipräfekt von Hongkong etwa sauer auf Sie, weil sie mich aus dem Knast geholt haben?“
„Nunja… mümpf…ich glaube eher, er ist sauer, weil ich ihn als rotchinesischen Agenten enttarnt habe… und außerdem ein Tarnkappenschiff direkt inn der Bucht von Hongkong..das kann die Volkrepublik ja schlecht auf sich sitzen lassen!“
„Weitwinkel – schalten sie die Tarnvorrichtung ein! Ich werd mir meine 3000 MagicWand Motoren nicht unterm Arsch wegbomben lassen!“
„Aber dann verlieren wir Motorenleistung! Mümpf!“
„Denken Sie an den Chef und seine #NTL! Und meinetwegen an ihre Modelleisenbahnen! Wir brauchen diese Motoren von Hitachi!“
„Gesundheit!“
Johanna überhörte das geflissentlich, und meinte nur: „Ich meld mich ab zu den Dieseln, mal sehen, ob ich ihren Maschinisten helfen kann!“

Weitwinkel schaltete also mit José-Antonio die Tarnvorrichtung ein, und die beiden chinesischen Düsenjäger verloren mit einem Schlag ihr Ziel vom Radar.
Um es kurz zu machen: Nach einer halben Stunde erfolglosen suchens kehrten die beiden Flieger wieder um in Richtung Festland.
Während Johanna im Maschinenraum aus den Dieseln noch mehr Leistung zu saugen suchte, hatte Weitwinkel Muße gefunden, in seinem „schlauen Buch“ nachzuschlagen.
So stand er dann etwas später im Maschinenraum, und versuchte gegen den Lärm der MAN-Schiffsdiesel anfuchtelnd, Johanna auf das Ergebnis seiner Recherche aufmerksam zu machen.
Als sie ihm gewahr wurde, streifte sie die Ohrschützer ab, und sie gingen vor die Tür.
„Haben sie Kautschuk gefunden?“
„Ähm…das nicht, nein. Aber vielleicht jemanden, der uns helfen kann!“
Johanna guckte skeptisch. „So…und wer soll das sein?“
„Das weiß ich auch nicht genau, aber in meinem schlauen Buch steht, das es in Süd-Ost-Asien einen alten, weisen Mann gibt, der auf alles eine Antwort hat.
Hier sehen, sie…es war sogar eine Karte dabei…“
Johanna, noch immer zweifelnd, blickte auf die Karte. „Das ist Vietnam… wir fahren also nach Ho-Chi-Minh-Stadt?!“
„Saigon, so ist es…mümpf!“
Wieder auf der Brücke, gab er dem Steuermann, dem Hasen namens Günther, den Befehl: „Neuer Kurs Süd-Süd-West, Zielhafen: Saigon!“
Und Günther bestätigte lispelnd und sehr leise: „Neuer Kurf, Füd-Füd-Weft, Pfielhafen Faigon, wie ef euf gefällt, euer Gnaden! Mümpf!“ – und drehte das Steuerrad auf den neuen Kurs ein.

…to be continued..

Teil 3b

2 Gedanken zu “Rubber, Rabbits and the MagicWand – Teil 3a

  1. Pingback: Rubber, Rabbits and the MagicWand – Teil 3b | senior525's Blog

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