Advents/Weihnachtsfolge Teil 4-a

Die Theophanie des Athanasius

In den darauffolgenden Tagen verbrachte ich meine Zeit vorwiegend mit Marzipanherstllung und zwangsweisem Müßiggang.
Dr. Heimlich hielt sich bedeckt, was die Fahndung nach dem flüchtigen Rabiner betraf. Kerstin kam aus Kuba zurück, ward aber dann auch nicht mehr gesehen. Von Weitwinkel war ebenso nichts zu sehen, nur der Versendung der Marzipanpakete wohnte er bei, denn „die Verschickung von Weihnachtspaketen trägt zur vorweihnachtlichen Eudaimonia bei“, wie er sagte. Bei gleicher Gelegenheit lud er mich für den 23.12. ein, ich möge doch bitte zur Straßenbahnhatestelle in der Allerheiligenstraße in unserer Hauptstadt kommen. Was er mir dort zu zeigen hatte, wollte er mir nicht verraten. Ich vermutete zwar, daß es mal wieder eine Abstrusität erster Güte sei, aber es war bestimmt nicht derartiger Irrsinn wie Dr. Heimlichs Golem.
Mehr aus Selbstdisziplin, weniger denn aus Motivation scheppte ich mich in der dritten und vierten Adventwoche sogar nach Bonn in die Universität um der Vorlesung einem meiner alten Professoren beizuwohnen – als studierter Alhistoriker habe selbst ich manchmal Heimweh trotz – oder eben – wegen meiner Langzetarbeitslosigkeit. Ich wollte nicht im Geiste einrosten. Die hübsche, wenn auch sehr laut und vulgär quasselnde junge Studentin im ersten Semester, neben der ich saß, trug sicherlich mit dazu bei, dem Vortrag über Titus Lucretius Carus zu folgen, einem der ersten großen Gottesleugner.
Ich hätte es von Bonn aus auch nicht weit gehabt, eine Frau zu besuchen, die ich auf twitter kennengelernt hatte. Aber – wie das im Leben so geht – man favt sich, man mag sich, man fickt und und dann blockt man sich. Von Anfang an hatte ich klar gemacht, das ich zur Zeit nicht in der Stimmung und vor allem nicht in der Lage war, eine feste Beziehung eingehen zu wollen. Ich hatte unsere Zweisamkeit als „Freundschaft zwischen unabhängigen Erwachsenen mit gelegentlichem körperlichen Austausch“ aufgefaßt, und erst spät, zu spät, gemerkt, daß da auf der Gegenseite Gefühle hinter einer Fassade von großen Brüsten aufgetaut waren. Und die hatte ich nun durch meinen Lebenswandel unabsichtlich verletzt. Das tat und tut mir sehr Leid, denn ich schätze diese Frau ob ihres Humors und ihrer Art, und nichts lag mir ferner als sie zu verletzen. Aber wie kann man mit jemanden reden, der jeden Kontakt abgebrochen hat? Da kann man nur innerlich betrübt wie ein begossener Pudel in der Gegend stehen, und seufzend mit den Schultern zucken.

Und genau in dieser Haltung stand ich dann auch am Tag vor Heiligabend in der Allerheiligenstraße: Eine nicht asphaltierte sondern noch mit Pflastersteinen gepflasterte Ausfallstraße am Stadtrand, die an einem großen Park vorbei führte.
Ich stand nicht direkt an der Haltestelle, sondern auf der anderen Straßenseite und wartete. Ab und zu fuhren LKWs mit großen schnauzenartigen Motorhauben rumpelnd vorbei- in vielen Dingen war das hier alles noch tief auf dem Stand der 30er bis 60er Jahre. Neben der Straße verlief das Straßenbahngleis, die Oberleitung sah aus, wie zu Kaisers Zeiten. Die Straßenbahnwagen ebenso. Die elektrische Ausrüstung der Straßenbeleuchtung, der Telefonanschlüsse und sonstiger Technik war ein Traum aus Kupferlitze, Bakelit und Keramikisolatoren. Wenn ich nicht irgendwann in naher Zukunft zu Geld kommen sollte, würde das hier auch bin in alle Ewigkeit auch so bleiben.
Wer meinem twitter-Account folgt, der weiß es vielleicht: Mein Küchenradio ist aus den späten 60er Jahren, mein Heizlüfter aus den 50er Jahren, mein Nudelholz ist noch aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg, meine Lichtschalter und Steckdosen sind teilweise aus Bakelit, mein Auto ist über 20 Jahre alt, etc. – und das spiegelte sich hier an dieser Straße wieder. Es herrscht Investitionsstau.
Unzufrieden und mürrisch stand ich also im kalten Wind herum. Rauchte meine letzte Filterzigarette. Und ich hasse nichts so sehr, wie wenn die richtigen Zigaretten alle werden. Weil kein Jeld da ist, muß gedreht werden. Gnarf.

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Doch auf einmal wurde ich von hinten angestupst: Da stand Weitwinkel.
„Guten Morgen mein Chef!“
„Morjen Weitwinkel!“ ich reichte ihm die Hand. „Na…was wollen Sie mir denn zeigen? Ich hoffe es bewegt sich nicht, oder etwa doch?“ (ich wollte sicher gehen, das er mir nicht auch noch einen Golem oder derartiges vorführen wollte.)
„Äh..was?…nein…“ hummelte er verwirrt. „Ich möchte Ihnen die Ergebnisse unserer fortschrittlichen Fertigbauweise zeigen.“ Er lächelte.
Nun war ich verwirrt. „Fertigbauweise?“
„Ja – wir haben innerhalb von nur zwei Wochen ein Gebäude errichtet, und das möchte ich Ihnen gerne zeigen.“ Er deutete auf die andere Straßenseite, wo ein relativ unscheinbarer freistehender Bau am Rande des Parkgeländes stand. Vor dem Bau standen noch Holzgerüste, Spießbütten und ein LKW einer Baufirma (so einer mit langer Schnauze) herum – ich hatte dieser Baustelle bis jetzt keine weitere Beachtung geschenkt.
„Was, das da hinten?“ fragte ich.
„Ja, mein Chef!“ antwortete Weitwinkel nun freudestrahlend,a ls würde er mir das größte Geschenk auf Erden machen.
„Was ist das denn, wenn ich fragen darf? Etwa eine Turnhalle?“
„Nein, das ist die neue Atheistenkirche!“ antwortete er mir einem Ausdruck der Zufriedenheit.
„WAS?“
„Na, das Gebetshaus für die Heiden. Ich habe doch davon gesprochen, als wir die neue Lohnsteuerkarte besprochen haben!“
„Um Himmels Willen, Weitwinkel!“ ich war mir nicht sicher, ob ich lachen oder weinen sollte.
Eine Kirche für Atheisten zu bauen, und so mit das sinnloseste, was man machen kann.
„Können wir uns das Ding mal ansehen?“ fragte ich.
„Natürlich – dafür sind wir ja hier. Als Bauherr habe ich doch die Schlüssel immer bei mir.“
In meinem Studium habe ich sehr, sehr viel über Kirchenarchtiektur gearbeitet – das Nebenfach „christliche Archäologie“ bringt so etwas mit sich. Ich war nun denn doch gespannt zu erfahren, wie denn mein lieber Athanasius Weitwinkel dieses Gebäude hatte umsetzen lassen. Wir überquerten die Straße. Als Weitwinkel die doppelflügelige Eingangstür aufschloß, meinte er:
„Ab morgen Vormittag ist das Gebäude freigegeben – leider haben wir immer noch keinen Namen für das Bauwerk. Die Tür ging auf – und ich blickte in eine große, helle aber leere Halle.
Es handelte sich um einen einschiffigen Längsbau, dessen Kopfseite in einer Apsis abschloß. Mein Blick starrte entsetzt an die Decke vor der Absis: Da hing ein – sagen wir mal „Gebilde“ – an zwei schmiedeisernen Ketten von der Decke herab.
„Was in drei Teufelsnamen ist das denn bitte?“ fragte ich.
Das „Gebilde“ war ca. 2 x 2 Meter groß, und sah von weitem aus wie ein Medusenhaupt. Bei näherem Hinsehen erkannte ich, das es wohl eine Acrylharz-Plastik war, die eine Portion Spaghetti darstellen sollte: Gelbe Nudeln, auf deren Mitte eine großer roter Klecks die Tomatensoße darstellte, auf der mit „Parmesan“ nach der Methode Punkt, Punkt, Komma- Strich ein Mondgesicht abgebildet war.
„Das ist das fliegende Spaghetti-Monster!“ seufzte Weitwinkel. „Genau so, wie Frau Maier es gesagt hat! Aber die Handwerker wußten nicht, wie man es sonst versinnbildlichen sollte – und dann haben wir beschlossen, das da, wo sonst das Kreuz hängt, das Spaghetti-Monster hängen soll.“
Ich facepalmte.
Als ich mich wieder etwas gefaßt hatte, fiel mein Blick auf die Stirnwände zur rechten und linken der Apsis: Dort standen auf kleinen Wandkonsolen jeweils zwei brennende Kerzen vor einem Bild, an der Wand. Das eine zeigte Kurt Cobain, und das andere Che Guevara.
Angesichts dieser „Seitenaltäre“ rang ich nach Luft. Ich konnt nicht mehr.
„Was zum… Weitwinkel… WAS?“
„Naja, sie haben doch selbst gesagt, daß diese beiden wichtig sind!“ antwortete er nun in weinerlichem Ton.
Und nun bemerkte ich schließlich, das in der Wölbung der Apsis, dort wo man in christlichen Kirchen für gewöhnlich übergroße Christusdarstellungen findet, mehrfach eine Null und eine Eins als Mosiak prangten!
„Oh Gott Weitwinkel…“ ich griff mir wieder an den Kopf.

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„Wir haben uns exakt an das gehalten, was Sie und Frau Maier mir gesagt haben!“ sagte er trotzig „Jetzt können auch diese Heiden, diese Athe…Athe…“
„Atheisten.“
„Ja genau, die, die können jetzt Sonntags Vormittags hier her kommen und eine Stunde lang an nichts glauben, wenn sie das wollen! …leider will mir kein Name für dieses Bauwerk einfallen einfallen. Ohne Namen ist ein Gebetshaus doch sinnlos.“
Mehr entsetzt und resignierend als denn ernst meinte ich: „Dann nennen sie den Bau „Hagios Atheos“!“
„Hagios Atheos! Das ist ist es – juhu. Endlich haben wir einen Namen.“ Weitwinkel lächelte wieder. Auf seinem Notizzeettel notierte er sich „Atheistenkirche Hagios Atheos, Allerheiligenstraße, Hauptstadt.“
Dann legte er den Kopf in den Nacken, und betrachtete die Decke: „Wir haben uns für eine schlichte Holzkassettendecke entschieden – ich dachte das paßt am ehesten zur Architektur…“
„Ja…is schon ok…“ seufzte ich, ebenfalls nach oben blickend.
„Jetzt brauch ich mich auch nicht mehr wundern, warum ich am Monatsende immer pleite bin – nicht weil ich mein Geld für Bier, Benzin und Zigaretten ausgebe – nein, weil mein Reichskassenwart Geld für den Bau von Kirchen verwendet, für Leute, die keine Kirche brauchen!“ dachte ich so bei mir. (von Eisenbahnwaggons einmal ganz abzusehen…)
„Haben Sie irgendeine Art von Einweihungsfeier geplant?“ wollte ich wissen.
„Äh…nein…ich bin leider mit dem Heidenkult nicht vertraut…“ hummelte Weitwinkel. Offenbar hatte er sich voll und ganz in die Bautätigkeit gestürzt, anstatt sich mit den „Glaubensinhalten“ vertraut zu machen. Nunja.
Ich hätte ihm ja an sonst geraten, ein Heavy-Metal-Konzert veranstalten zu lassen, aber das hätte meinen lieben Reichskassenwart wohl vollends emotional überfordert.
„Dann hängen Sie einfach ein Schild draußen an die Tür „ab heute geöffnet!“ sagte ich deshalb zu ihm.
„Hmmm…“ seufzte er traurig.
„Was ist, Weitwinkel?“
„Ach…naja…eine leere Halle haben wir jetzt. Aber ich habe noch nichts von den Kaninchen gehört…“
„Hören Sie – ich hab schon Nachforschungen eingeleitet, sobald ich irgendetwas weiß, mein lieber Weitwinkel, werde ich es Ihnen als aller erstem mitteilen!“
Damit mußte er sich zufrieden geben.
Wir verließen „Hagios Atheos“. Vor der Tür meinte Weitwinkel dann: Für den Park hier habe ich schon einen Namen!“
„Ach was? ich dachte das ist einfach der Stadtwald?“
„Jetzt nicht mehr. Dieser Teil heißt seit neuestem Gurki-Park!“
„Weitwinkel….“ ich seufzte. „…GURKI-Park??? Sind sie von einem Skorpion gestochen worden? Oder von nenm Wechselwind verweht worden?“ fragte ich – und wie zu erwarten verstand er meine Anspielung nicht.
„Ähh…nein, mein Chef. Aber das snöffsiche House of Lords hat diesen Teil des Stadtwaldes gekauft, und wir werden dort im Frühjahr rituelle Gurken-Beete anlegen.“
„Rituelle Gurkenbeete?…“ ich seufzte. Und ich wollte auch nicht weiter nachfragen. Daher frug ich ihn was anderes:
„Bleibt es dabei – erster Weihnachtsfeiertag abends Bescheung in kleiner Runde im Berghaus?“
„Ja natürlich, mein Chef! Ich freue mich schon. Frau Maier kommt auch, hat sie mir gesagt!“
„Schön… da sehe ich Sie spätestens morgen Abend!“
(Ich wollte die Weihnachtsfeiertage in einem abgelegenen Berghaus ind er Eifel verbringen – und nur Weitwinkel und Kerstin würden dort sein. „Weihnachten mit dem Chef“)

Und so trennten wir uns wieder an dem neu errichteten Bauwerk: der Atheistenkirche „Hagios Atheos“, Allerheiligenstraße am Gurki-Park, in Mundorfs Hauptstadt.
Ein Gebetshaus für diejenigen, die es nicht bedürfen und den Sinn und Zweck aus ihrem Eigenverständnis heraus ablehnen.
In der Nacht jedoch, es mag so kurz vor Mitternacht gewesen sein, schlich eine Person, so Anfang-Mitte dreißig, mit einem Nachschlüssel in der Hand, im Schutze der Dunkelheit um das Gebäude herum. Der kalte Dezemberwind pfiff um die Baustelle, und die Person verschaffte sich Zutritt zu der Halle, die künftig „Hagios Atheos“ heißen sollte – allerdings erst, nach dem sie eine selbstgedrehte Zigarette geraucht hatte.
Die Person blieb in der Mitte der Halle stehen, bekreuzigte sich, faltete die Hände, und murmelte leise: „Herr…verjib ihm…er hat et nur jut jemeint!“
Und, es mag willkürlicher Zufall gewesen sein, oder nicht: Eine Windböe strich in diesem Moment derart heftig um das Gebäude, das die außen vor den Fenstern stehenden Baumwipfel kurz anseite gebogen wurden, so daß der Schein der Straßenbeleuchtung auf das Spaghetti-Monster fiel. Ein Windstoß drang irgendwie in das Gebäude, und ließ die Kerzen von den „Altären“ von Kurt Cobain und Che Guevara kurz heftig flackern.
Die Person wandte den Blick nach oben, und mußte unweigerlich lächeln. Sie zwinkerte mit einem Auge dem fliegenden Spaghetti-Monster zu.
Dann wandte sich die Person wieder zum Ausgang, um den Bau ebenso heimlich und im Schutze der Dunkelheit zu verlassen, wie sie gekommen war.
Aber das war noch nicht alles, was sich in jener Nacht in der großen „Halle der Gottlosen“ ereignete: etwa zehn Minuten nach dem der Besucher gegangen war, es muß wohl so exakt Mitternacht gewesen sein, verschaffte sich eine andere Person mit einem Schlüssel Zutritt zu „Hagios Atheos“.
Diese Gestalt ging etwas langsamer, bedächtiger, auf die Mitte des Gebäudes zu, eine kleine brennende Kerze in der Hand haltend. In der Mitte der Halle angekommen, blieb diese Gestalt mit einem langen lauten und traurigen seufzen stehen.
Da erklang laut eine weiche, freundliche Männerstimme: „Athanasius…was seufzest du?“
Die Gestalt fuhr zu Tode erschrocken zusammen, und ließ die Kerze fallen.
„Warum erschreckst du dich, Athanasius?“ fragte die weiche, freundliche Männerstimme.
„Wwww….www….wer spricht da?“ antwortete der gefragte.
„Ich bin es, erkennst du mich etwa nicht?“
Der gefragte, und es war wirklich Athanasius Weitwinkel, wandte seinen Blick zu dem fliegenden Spaghetti-Monster, dessen Umrisse sich nur schemenhaft in der Dunkelheit abzeichneten.
„HERR? Bist Du es?“
Vorsichtig machte Weitwinkel ein paar Schritte auf das Spaghetti-Monster zu.
„Ja, ich bin es – tritt nur näher!“
„Aber…aber…ich sehe nur Nudeln!“
„Für die einen hänge ich am Kreuz, und für die anderen bin ich eine Portion Spaghetti – was macht das schon für einen Unterschied?“ antwortete die Stimme „Ich zeige mich den Menschen in der Gestalt, in der ich ihnen Kraft und Trost spende – und natürlich auch den Kaninchen und den Hasen wie Dir. Wäre dies eine Hasenkirche, so hinge ich hier als Mohrrübe.“
„Natürlich, Herr!“ antwortete Weitwinkel ehrfürchtig. „…Herr…da ist etwas, weswegen ich gekommen bin…“
„Ich weiß.“ antwortete die Stimme wieder. „Dein Chef war eben schon hier, und hat für dich um Vergebung gebeten – du hast ein schlechtes Gewissen, daß Du eine Kirche für die Gottlosen gebaut hast. Aber sei unbesorgt. Daraus wird Dir niemand einen Strick drehen.“
„Aber…aber..da ist noch etwas…Ich sorge mich um die verschwundenen Kaninchen, Herr!“
„Sei unbesorgt, Athanasius. Den Kaninchen geht es gut. Sei deinem Chef weiterhin ein guter Kassenwart und verwende das Geld für wohltätige Zwecke – und wenn Du dir dein reines Herz erhälst, dann wirst du auch deine Kaninchen wiedersehen!“
„Ja, Herr! Das…das…das will ich tun!“ erwiderte Weitwinkel mit zittriger Stimme.
Und wieder fiel durch den Wind begünstigt ein kurzer Lichtschein auf das „fliegende Spaghetti-Monster“, und wieder flackerten die Kerzen vor den Seiten-Altären im Windstoß auf.
„Herr?“ flüsterte Weitwinkel – aber es blieb still in der Halle. Nur von draußen hörte man den Wind um das Gebäude pfeifen.
Weitwinkel hob die Kerze auf, die ihm entfallen war, seufzte einmal tief und tappste dann durch die dunkle Halle wieder zum Ausgang – aber diesmal mit deutlich erleichtertem Gewissen.

…to be continued…

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